Neue EU-Verordnung Intelligente Geschwindigkeits-Assistenten werden Pflicht

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Die jüngste EU-Verordnung zu intelligenten Geschwindigkeitsassistenten (ISA) schreibt vor, dass neue Pkw und gewerbliche Fahrzeuge ab Juli 2022 mit ISA-Systemen ausgestattet sein müssen, um eine Typgenehmigung zu erhalten.

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Virtual Horizon mit ADAS-Karten: kennt zahlreiche Straßenattribute wie Geschwindigkeitsbegrenzungen, Verkehrsschilder, Steigungen, Kurven, Fahrspurinformationen und Ampeln.
Virtual Horizon mit ADAS-Karten: kennt zahlreiche Straßenattribute wie Geschwindigkeitsbegrenzungen, Verkehrsschilder, Steigungen, Kurven, Fahrspurinformationen und Ampeln.
(Bild: TomTom)

ISA-Systeme (Intelligent Speed Assitance, ISA) warnen den Fahrer, wenn das Tempolimit überschritten wird und animieren ihn dazu, langsamer zu fahren. Die von der Europäischen Kommission Ende Mai dieses Jahres verabschiedete Gesetzgebung schreibt vor, dass alle neuen Pkw- und gewerblichen Fahrzeugmodelle, die in der Europäischen Union verkauft werden, ab Juli 2022 mit einem ISA-System ausgestattet sein müssen, um die Typgenehmigung zu erhalten.

Ab Juli 2024 wird ISA in allen neuen Personenkraftwagen und gewerblichen Fahrzeugen, die in der EU verkauft werden, verbindlich vorausgesetzt. Ähnliche Gesetze werden derzeit auch in Israel, Island, Norwegen, der Schweiz und Großbritannien diskutiert.

Geschwindigkeit beim Fahren senken

Die neuen Sicherheitsanforderungen folgen Forschungsergebnissen, die gezeigt haben, dass technische Lösungen, die helfen die Geschwindigkeit beim Fahren zu senken, weitreichende Folgen für den Unfallausgang und eine Reduzierung der Verletzungsrate haben.

Gemäß der von der EU vorgeschriebenen Verordnung müssen alle Systeme sowohl hochpräzise explizite als auch implizite Informationen über Verkehrsschilder mit Geschwindigkeitsbegrenzungen in der gesamten EU bereitstellen. Die Europäische Kommission stellt fest, dass „Systeme, die eine Kombination aus einem Kamerasystem, einem globalen Navigationssatellitensystem (GNSS) und aktuellen digitalen Karten verwenden, als der Stand der Technik mit der besten Leistung und höchsten Zuverlässigkeit in der Praxis angesehen werden.“

Stets aktuelle und genaue Karteninformationen

Die Software Virtual Horizon des Kartierungsspezialisten TomTom mit ADAS-Karte ist laut Anbieter eine marktreife Komplettlösung, die Autoherstellern helfen soll, die Entwicklung intelligenter Geschwindigkeitsassistenzsysteme unter Berücksichtigung der neuen EU-Anforderungen zu vereinfachen.

„Um die Anforderungen an ISA-Systeme zu erfüllen, benötigen Automobilhersteller stets aktuelle und genaue Karteninformationen, die so für die ISA-Funktion bereitgestellt werden, dass diese einfach integriert werden können. TomTom bietet Automobilherstellern mit TomTom Virtual Horizon eine komplette und kosteneffiziente, auf Karten basierende Lösung mit den genauesten Daten zu Geschwindigkeitsbegrenzungen,“ sagt Antoine Saucier, Managing Director, TomTom Automotive. „TomTom Virtual Horizon macht es für Automobilhersteller leichter, die neuen ISA-Anforderungen zu erfüllen, aber vor allem wird es dazu beitragen, die Straßen sicherer zu machen.“

TomTom Virtual Horizon bietet Automobilherstellern eine All-in-One-Lösung mit präziser Positionsbestimmung, intelligenter Routenvorhersage und der Horizon-Technologie, die virtuelle Bilder der vorausliegenden Straße liefert und mit Industriestandard-Protokollen konform ist. Die neue Software baut auf der bewährten ADAS-Karte von TomTom auf, die von Millionen automatisierten Fahrzeugen weltweit genutzt wird.

Implementierung von ADAS-Funktionen Level 0 bis Level 2

TomTom Virtual Horizon unterstützt alle Straßenattribute der TomTom ADAS Karte – darunter Geschwindigkeitsbegrenzungen, Verkehrsschilder, Steigungen, Kurven, Fahrspurinformationen und Ampeln – für die Implementierung von ADAS-Funktionen Level 0 bis Level 2; es kann aber auch flexibel ausschließlich für die Einhaltung von Geschwindigkeitsbegrenzungen optimiert werden.

Die Software wird in dem vom Automobilhersteller bevorzugten Datenformat ausgeliefert, um eine einfache Implementierung zu ermöglichen. Die Software nutzt die vorhandene Konnektivität oder arbeitet vollständig offline, um die Kosten für die Hardware im Fahrzeug so gering wie möglich zu halten.

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