Intelligente Elektronik im Antrieb sicher eingehaust

| Autor / Redakteur: Wilfried Schmitz * / Kristin Rinortner

Der MovingCap-Stellantrieb von Fullmo: In dem schwarzen Gehäuseaufsatz von CTX steckt die intelligente Elektronik, mit deren Hilfe Antriebsabläufe direkt in den Motor programmiert werden können.
Der MovingCap-Stellantrieb von Fullmo: In dem schwarzen Gehäuseaufsatz von CTX steckt die intelligente Elektronik, mit deren Hilfe Antriebsabläufe direkt in den Motor programmiert werden können. (Bild: CTX)

Ein maßgefertigtes Aluminiumdruckgussgehäuse schützt die intelligente Elektronik eines innovativen Stellantriebs und fungiert gleichzeitig als Motorflansch für den Getriebeanbau.

Die Fullmo GmbH aus Markdorf am Bodensee entwickelt und vertreibt Steuerungs- und Antriebssysteme für den Maschinen- und Anlagenbau. Der Schwerpunkt des jungen Unternehmens liegt dabei auf der elektrischen Antriebstechnik in Verbindung mit einer intensiven Unterstützung und Betreuung der Kunden.

Zu den jüngsten Entwicklungen der Markdorfer zählt der MovingCap, eine Antriebslösung für kleine Elektromotoren, die vor allem in Druck-, Verpackungs- und Sondermaschinen sowie automatisierten Zutrittssystemen Verwendung findet.

Die Antriebslösung macht aus einem Standard-Elektronikantrieb ein hocheffizientes und variables Antriebsaggregat. „Da der intelligente Elektronikaufsatz eine eigene Ablaufsteuerung beinhaltet, können komplette Kundenapplikationen direkt in den Motor programmiert werden“, erläutert Markus Heggelbacher, der als geschäftsführender Gesellschafter bei Fullmo tätig ist.

Diese Verlagerung der Intelligenz in den Antrieb entlastet übergeordnete Steuerungen. Zudem bieten die von dem Hersteller selbst erstellten Programme und Abläufe einen einfachen, aber wirksamen Schutz vor Plagiaten. Der Elektronik-Aufsatz MovingCap ist eine „all-in-one“-Lösung und ein idealer „Zuarbeiter“ für direktangetriebene, dynamische Linearmotoren.

Einteiliges Druckgussgehäuse für die Elektronik

Das Konzept des Unternehmens aus Markdorf für den intelligenten Stellantrieb sah zunächst die prozesssichere Unterbringung der Elektronik in einem kompakten, jedoch mehrteilig gefrästen Gehäuse vor. „Eine von uns initiierte Machbarkeitsstudie zeigte jedoch, dass aufgrund der Stückzahlnachfrage ein einteiliges Druckgussgehäuse die wirtschaftlichere Alternative sein würde, obwohl die Herstellung eines speziellen Gusswerkzeugs vergleichsweise kostenintensiv ist. Mit einem solchen Gehäuse hätten sich laut unserer Untersuchung die Anzahl der Teile sowie die Beschaffungs- und Montagekosten deutlich reduzieren und damit die Wirtschaftlichkeit des MovingCaps wesentlich steigern lassen“, erklärt Heggelbacher.

Finanziert wurde die Machbarkeitsstudie zu dem Stellantrieb übrigens über einen Innovationsgutschein des baden-württembergischen Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft. Das Bundesland fördert damit kleine innovative Unternehmen, die weder Personal für Forschung und Entwicklung bezahlen noch externe Leistungen wie Marktrecherchen, Machbarkeitsstudien oder die Prototypenerstellung in größerem Umfang finanzieren können.

Auf der Basis der durchgeführten Studie überarbeitete Fullmo die ursprüngliche Konzeptidee und zog CTX als Spezialisten für maßgeschneiderte Elektronikgehäuse hinzu. „Wir benötigten den Expertenrat hinsichtlich der Material- und Oberflächengüte sowie der Verarbeitbarkeit und Veredelungsmöglichkeiten von Aluminiumdruckgussgehäusen. Außerdem mussten wir sicherstellen, dass das fertige Prozessorgehäuse den Umweltbedingungen und Anforderungen im Maschinenbau absolut gerecht wird“, sagt Heggelbacher.

Ziel war es, ein möglichst harmonisches und optisch ansprechendes Gehäuse zu schaffen, in das die bereits existierende Leiterplatte unkompliziert integriert werden konnte. Da das Elektronikgehäuse gleichzeitig auch als Motorflansch für den Anbau unterschiedlicher Getriebe beziehungsweise die direkte Installation an die Kundenapplikation fungieren sollte, stellten die Entwickler von Fullmo hohe Anforderungen an die Gehäuseoberfläche und die vorzusehenden Bohrungen.

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