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Intel übernimmt Omnitek

| Redakteur: Sebastian Gerstl

Die Intel Corporation hat die Übernahme von Omnitek bekanntgegeben, einem britischen Anbieter von optimierten Video- und Vision-FPGA-IP-Lösungen. Die Technologie von Omnitek ermöglicht maßgeschneiderte Embedded Vision und Künstliche Intelligenz (KI) für den Einsatz auf FPGAs.

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Floorplan der Omnitek DPU auf einem Intel Arria 10 GC FPGA.
Floorplan der Omnitek DPU auf einem Intel Arria 10 GC FPGA.
(Bild: Omnitek )

„Die Technologie von Omnitek ist eine großartige Ergänzung zu unserem FPGA-Geschäft,“ sagte Dan McNamara, Senior Vice President bei Intel und General Manager der Programmable Solutions Group, anlässlich der Akquise. „Ihre umfassende FPGA-Expertise auf Systemebene und ihre leistungsstarke Video- und Visionstechnologie haben sie zu einem zuverlässigen Partner für viele unserer wichtigsten Kunden gemacht. Gemeinsam werden wir führende FPGA-Lösungen für Video-, Bildverarbeitungs- und KI-Inferenzapplikationen auf Intel-FPGAs anbieten und die Markteinführung für unsere bestehenden Kunden beschleunigen und neue Kunden gewinnen."

Die Übernahme reiht sich in Intels Bestrebungen ein, seine Marktposition sowohl in den Bereichen programmierbare Systeme als auch auf dem wachsenden Hardware-Segment für Künstliche Intelligenz auszubauen. Laut einer Einschätzung von Silicon TAM soll der Markt für programmierbare Lösungen bis zum Jahr 2022 ein geschätztes Potenzial von 8 Milliarden Dollar bergen.

Die Akquise von Omnitek soll Intel dabei helfen, optimierte und hocheffiziente Lösungen zu liefern, um die Time-to-Market für bestehende FPGA-Kunden zu verbessern und neue Kunden für die schnell wachsende Chance für FPGA-basierte Vision-Anwendungen zu gewinnen. Nähere Details zur Übernahme wie die Höhe der Akquisesumme gaben die Unternehmen nicht bekannt.

CNN auf Mid-Range-FPGAs bei voller FP32-Genauigkeit

Omnitek hat seinen Hauptsitz in Basingstoke, England. Das Unternehmen wurde 1998 gegründet und hat über 220 FPGA-IP-Cores und zugehörige Software entwickelt, darunter Lösungen für WARP, ISP-Verarbeitung und Video-Konnektivität. Darüber hinaus hat es neuen Kunden ohne FPGA-Know-how ermöglicht, maßgeschneiderte, integrierte und hocheffiziente Lösungen auf FPGAs zu realisieren.

Zu den jüngsten Produkten aus Omniteks Portfolio zählt ein CNN (Convolutional Neural Network), das speziell für den Einsatz auf die Mid-Range-FPGAs aus Intels Arria-10-GX-Architektur optimiert ist. Die Omnitek Deep Learning Processing Unit (DPU) erreicht nach Angaben des Herstellers 135 GOPS/Watt bei voller 32-Bit-Gleitkommazahl-Genauigkeit, wenn das VGG-16 CNN in einem Arria 10 GX 1150 ausgeführt wird.

Die DPU ist für verschiedene Arria 10 GX und Stratix 10 GX Bausteine skalierbar und kann auf niedrige Kosten oder hohe Performance in Embedded-Systemen oder Rechenzentren getrimmt werden. Die DPU ist vollständig in C/C++ oder Python programmierbar und lässt sich mit Standard-Frameworks wie TensorFlow für verschiedene CNN-Standardmodelle einschließlich GoogLeNet, ResNet-50 und VGG-16 sowie für kundenspezifische Modelle konfigurieren. Dazu soll laut Onmnitek kein FPGA-Entwicklungs-Know-how erforderlich sein.

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