Intel startet 8. Generation der Core-Prozessorfamilie

| Autor: Sebastian Gerstl

Zum 21. August 2017 startet Intel seine 8. Generation der Intel Core Prozessorfamilie. Die vier ersten Modelle der U-Serie versprechen eine Leistungssteigerung von bis zu 40% gegenüber der Vorgängerreihe.
Zum 21. August 2017 startet Intel seine 8. Generation der Intel Core Prozessorfamilie. Die vier ersten Modelle der U-Serie versprechen eine Leistungssteigerung von bis zu 40% gegenüber der Vorgängerreihe. (Bild: Intel Corporation)

Intel hat die Verfügbarkeit der aktuellsten Generation seiner Core-Prozessorfamilie bekanntgegeben. Den Anfang machen je zwei Core-i7- und Core-i5-Modelle auf Basis der 14nm-Architektur Kaby Lake, die mit zusätzlichen Prozessorkernen ausgestattet werden. Die Roadmap der aktuellen Chipgeneration soll sich aber bis zur Fertigung von 10nm-Chips erstrecken.

Seit Einführung der allerersten Core i7-Prozessoren hatte Intel eine einheitliche Namensgebung für die jeweilige Generation der Chipfamilie verwendet, die sich auf dem Codenamen der zugrundeliegenden Prozessorarchitektur stützte: So folgte auf die "Nehalem"-Familie die zweite "Sandy Bridge"-Generation, auf Ivy Bridge (3. Generation) kamen Haswell und Broadwell (4. respektive 5. Generation), es folgten Skylake (6. Generation) und, eher als eine "Zwischenlösung", Kaby Lake in der siebten Generation.

Die achte Generation, wohl im Gleichklang mit der Abkehr vom Tick-Tock-Modell hin zur "Process-Architecture-Optimization"-Fertigung, verabschiedet sich von der bisherigen Herangehensweise: Sie wird hingegen Chipfamilien umfassen, die auf Basis von drei verschiedenen Fertigungstechnologien stehen sollen: der 14nm+-Technologie (Codename "Kaby Lake"), einer weiter optimierten 14nm++ Variante (Codename "Coffee Lake") und schließlich der lange angekündigten 10nm-Fertigungstechnologie "Cannon Lake".

Vier Modelle sind bereits auf dem Markt

Zum Start der 8. Generation hat Intel vier Prozessoren vorgestellt: die Core i7 Modelle i7-8650U und i7-8550U sowie die Core i5 Varianten i5-8350U und i5-8250U.

Die vier Prozessoren der U-Serie – Prozessoren für dünne und leichte Laptops bzw. Notebooks und Mini-PCs mit 15 W TDP (Thermal Design Power) – basieren allesamt noch auf der Kaby Lake Architektur. Die vier Modelle stützen sich demnach auf dieselbe GPU und weitgehend dieselben Eigenschaften wie die Vorgängergeneration.

Hinzu kommen in diesen Prozessoren eine integrierte Unterstützung für HDMI- 2.0 und HDCP 2.2 und zwei wesentliche Leistungsmerkmale: Eine höhere Zahl an Prozessorkernen (je zwei zusätzliche Kerne pro Modell) sowie eine höhere Taktgeschwindigkeit im maximalen Turbo-Setting. Im Gegenzug wird die Grundtaktgeschwindigkeit etwas niedriger sein. Beim leistungsstärksten vorgestellten Prozessor, dem Intel Core i7-8650U, bedeutet dies: 4 Prozessorkerne (bis zu 8 Threads), eine Grundtaktung von 1,90 GHz, eine maximale Turbo-Leistung von bis zu 4,20 MHz, 8 MByte SmartCache und einem TDP-Spielraum zwischen 10 W (bei maximal 800 MHz Grundtaktung) bis hoch zu 25 W (mit 2,10 GHz Grundtaktung). Intel verspricht mit diesen Chips eine Performance-Steigerung von bis zu 40 Prozent gegenüber der Vorgängergeneration, insbesondere bei Multitasking-lastigen Anwendungen.

Auch die i5-Modelle werden über vier Kerne verfügen - Quadcore-Prozessoren sollen in diesem Leistungssegment also nicht mehr die Ausnahme, sondern den neuen Standard darstellen. Die angekündigten Modelle i5-8350U und i5-8250U verfügen über eine Grundtaktung von 1,7 GHz bzw 1,6 GHz, mit einem maximalen Turbo Boost von 3,6 GHz bzw. 3,4 GHz. Intel hatte mit der Kaby-Lake-Architektur erstmals auch Hyperthreading in seinen Prozessoren vorgestellt. Mit der aktuellen Prozessorgeneration kommt dies nun erstmals nicht erst in den i9-Prozessoren, sondern auch in den i7- und voraussichtlich den i5-CPUs zum Tragen.

Wie genau die achte Generation gegenüber der Vorgängerreihe skalieren soll ist nicht ganz ersichtlich. Laut Intel soll die verbesserte Architektur, die zwei zusätzliche Prozessorkerne möglich macht, bis zu 25 % an Leistungssteigerung mit sich bringen. Design- und Fertigungsoptimierungen sollen diese Leistungssteigerung auf die versprochenen 40% heben. Über nähere Details schweigt man sich aber bislang noch aus.

Die ersten Geräte auf Basis der neuen Prozessoren sollen voraussichtlich bereits im September erscheinen. Im weiterem Verlauf des Herbstes sollen weitere Modelle der 8. Core-Generation vorgestellt werden.

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Schön zusammengefasst, Frau Kuther: Evolution statt Revolution-mehr Kerne und Features der...  lesen
posted am 22.08.2017 um 12:10 von ibw-oberhaching


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