Intel Xeon E7 v4

Intel präsentiert Server-CPUs mit 24 Kernen aus der Broadwell-EX-Reihe

| Redakteur: Sebastian Gerstl

Bis zu 24 CPU-Kerne für Rechenzentren: Intel hat die neuen Xeon-Prozessoren der E7-8880 v4 Familie vorgestellt.
Bis zu 24 CPU-Kerne für Rechenzentren: Intel hat die neuen Xeon-Prozessoren der E7-8880 v4 Familie vorgestellt. (Bild: Intel)

Intel hat speziell für Server eine neue Serie an Broadwell-basierten High-End x86-CPUs vorgestellt. Die für 4- und 8-Sockel-Systeme angelegten Xeon E7 v4 Prozessoren bieten bis zu 24 Kerne, 60MByte an L3-Cache-Speicher und eine Taktfrequenz zwischen 2,0 und 3,2 GHz.

Die im 14nm-Verfahren gefertigen Xeon E7v4-Prozessoren basieren auf Intels gegenwärtigen Broadwell-Architektur, die auch für die Xeon E5 v4 und für Desktopprozessoren wie den Core i7-5775C im Einsatz ist. Die neue Reihe bietet mit bis zu 24 Kernen zwei mehr als der bislang größte Vertreter der Vorläuferserie Xeon E5.

Der Takt ist mit 2,2 GHz niedriger angesetzt als beim auf der Haswell-Architektur basierenden Xeon E7v3 mit 2,5 GHz. Dafür bietet die Broadwell-Architektur eine bessere Effizienz, kürzere Latenzen und Durchlaufzeiten bei vielen Befehlen, insbesondere eine schneller Multiplikation. Laut Intel liegt der Performancezuwachs gegenüber dem v3 bei gleicher DDR4-Speicherbestückung bei 30 Prozent

In einem Achtsockelsystem bieten die Xeon E7 v4 CPUs Support bis zu 24 TByte DDR4-RAM und bieten mit 3 TByte pro Sockel die doppelte Speichermenge des Vorgängers sowie laut Intel die branchenweit größte Speicherkapazität pro Sockel. Sie sollen so für Echtzeit-Analytics sowie datenintensive Workloads geeignet sein, etwa Online Transaction Processing (OLTP), Supply Chain Management (SCM) und Enterprise Resource Planning (ERP). Die Arbeitsspeichergröße spielt speziell bei In-Memory- oder Cloud-Anwendungen eine wichtige Rolle.

Auch bei den RAS-Features (Reliability, Availability, Serviceability) legt Intel nach. Neuerungen bei der Intel-Run-Sure-Technik wie die verbesserte „Enhanced Machine Check Architecture Recovery“ sollen unplanmäßige Systemausfallzeiten reduzieren und für nahezu 100%-ige Verfügbarkeit (Uptime) bei unternehmenskritischen Anwendungen sorgen. Auch bietet die Prozessorreihe verbesserte Sicherheitsfunktionen, so wurde laut Intel die Verschlüsselungsleistung pro Kern gegenüber der Vorgängergeneration um bis zu 70 Prozent gesteigert.

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