Intel ernennt Robert Swan zum CEO

Redakteur: Sebastian Gerstl

Sieben Monate nach dem Abgang von Brian Krzanich hat Intel Robert Swan zum neuen CEO des Unternehmens ernannt. Swan, der zuvor als Chief Financial Officer tätig war, ist nun der siebte CEO der Unternehmensgeschichte.

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Die Intel Corporation hat Robert Swan zum Chief Executive Officer ernannt. Seine Beförderung wurde am 31. Januar 2019 angekündigt. Swan war Chief Financial Officer und nach dem Abgang von Brian Krzanich zunächst Interims-CEO des Unternehmens .
Die Intel Corporation hat Robert Swan zum Chief Executive Officer ernannt. Seine Beförderung wurde am 31. Januar 2019 angekündigt. Swan war Chief Financial Officer und nach dem Abgang von Brian Krzanich zunächst Interims-CEO des Unternehmens .
(Bild: Intel Corporation)

Über ein halbes Jahr stand Intel ohne offiziellen Geschäftsführer da. Nun wurde Robert Swan, der im vergangenen halben Jahr interimsmäßig dem Unternehmen vorstand, vom Board of Directors offiziell zum Chief Executive Officer ernannt.

Swan ist damit der siebte CEO in der 50-jährigen Geschichte von Intel. Er tritt die Nachfolge von Brian Krzanich an, der im Juni 2018 zurücktreten musste. Der offizielle Grund dafür war eine Beziehung Krzanichs mit einer Mitarbeiterin, womit er gegen den Verhaltenskodex des Unternehmens verstoßen haben soll.

Von General Electric über eBay zum 7. CEO von Intel

Vor seiner Ernennung zum CEO war Robert Swan seit 2016 als Chief Financial Officer (CFO) bei Intel beschäftigt. In dieser Funktion leitete er die Bereiche Global Finance, Mergers & Acquisitions, Investor Relations, IT und Unternehmensstrategie.zu seinen früheren Stationen zählten unter anderem General Atlantic LLC, Applied Materials und das Online-Auktionshaus eBay, wo er neun Jahre lang als CFO tätig war und derzeit noch im Board of Directors sitzt. Seine Karriere begann Swan bei General Electric, wo er 15 Jahre lang in verschiedenen leitenden Finanzfunktionen tätig war.

„Dies ist eine aufregende Zeit für Intel,“ sagte Swan anlässlich seiner offiziellen Ernennung zum CEO. „2018 war ein herausragendes Jahr, und wir sind mitten in der Transformation des Unternehmens, um unsere größte Marktchance aller Zeiten zu verfolgen. Es ist mir eine Ehre, weiterhin mit unserem Vorstand, unserem Führungsteam und unseren mehr als 107.000 hervorragenden Mitarbeitern zusammenzuarbeiten, wenn wir das Unternehmen voranbringen.“

Intels Jahr 2018: Ein Wechselbad aus Licht und Schatten

Im vergangenen Jahr stand der Prozessorhersteller Intel im Zentrum diverser aufsehenerregender Nachrichten – nicht alle davon positiv. So geriet Swans Vorgänger Brian Krzanich zu Jahresende 2017 und Jahresbeginn 2018 auf Grund des Verhaltens des Unternehmens zu den bekannt gewordenen Sicherheitslücken Meltdown und Spectre massiv unter Kritik. So hatte sich Krzanich beispielsweise bis auf seinen Pflichtanteil von nahezu allen Aktienpapieren des Unternehmens getrennt, ehe Intel die Sicherheitslücken publik gemacht hatte. In dieser Kontroverse ging die Ankündigung eines funktionsfähigen 49-Qubit-Quantenprozessors weitgehend unter. Auch im Kerngeschäft des Unternehmens, dem CPU-Markt, hat Intel in den vergangenen 24 Monaten Boden an den Konkurrenten AMD und seine ZEN-Prozessorarchitektur verloren. Auf der Rangliste der weltweit größten Chipproduzenten ist Intel mittlerweile hinter Samsung auf den zweiten Rang abgerutscht.

Andererseits hat Intel im selben Zeitraum massiv in den Ausbau und die Entwicklung seines KI-Bereichs investiert. So stellte das Unternehmen erst kürzlich eine zweite Version seines Compute Stick zur Beschleunigung neuronaler Netzwerke vor. Außerdem hat der Prozessorhersteller unter Swans Ägide als Interims-CEO diverse Unternehmen im Bereich der programmierbaren SoC-Entwicklung hinzugekauft, beispielsweise eASIC oder den SoC-Spezialisten Netspeed Systems. Für großen Wirbel sorgte indes Ende 2018 das Gerücht, Intel habe seine Chipproduktion im 10-nm-Prozess aufgegeben.

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