Smart Buildings

Integriertes Health-Monitoring für den Heimbereich

| Autor / Redakteur: Vidushi Kshatri * / Sebastian Gerstl

Herzstück des beschriebenen Systems: Die ADuCM302x-Reihe von Analog Devices ist dafür ausgelegt, IoT-Anwendungen zu längerer Batterielebensdauer zu verhelfen, ohne deren Sicherheit oder Zuverlässigkeit zu beeinträchtigen.
Herzstück des beschriebenen Systems: Die ADuCM302x-Reihe von Analog Devices ist dafür ausgelegt, IoT-Anwendungen zu längerer Batterielebensdauer zu verhelfen, ohne deren Sicherheit oder Zuverlässigkeit zu beeinträchtigen. (Bild: Analog Devices)

Wearables zur Gesundheitsüberwachung sind ein Wachstumsmarkt. Umfassendes Monitoring, sichere Datenübermittlung und geringer Energieaufwand stellen hierbei hohe Ansprüche ans Systemdesign.

Das Gesundheitswesen steht derzeit vor drei großen Herausforderungen: Die Bevölkerung wird immer älter, die Zahl der chronisch Kranken wächst und die Gesundheitskosten steigen. Es ist zu erwarten, dass der Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung in den nächsten 20 Jahren stark steigen wird. Bis 2030 wird ein Drittel der Europäer über 65 Jahre alt sein. 40 Prozent der über 65-jährigen wird auf Unterstützung angewiesen sein.

Ohne ausreichende Pflege sind ältere Menschen dem Risiko ausgesetzt, ihre Unabhängigkeit zu verlieren. Deshalb wünschen sich ältere Menschen, ihr Leben unabhängig leben zu können. Doch eine unabhängige Lebensführung älterer Menschen bringt oft hohe Risiken mit sich. Viele Smart-Home-Technologien, implementiert mit verschiedenen Sensoren, wurden entwickelt, um Aktivitäten älterer Personen zu Hause zu verfolgen und zu überwachen und ihnen zu helfen, ein unabhängiges Leben zu führen. Gebäude und städtische Umgebungen, ausgestattet mit Sensornetzwerken, geben Alten und Kranken die Chance, ihre Unabhängigkeit länger zu bewahren.

Das Programm „Umgebungsunterstützes Leben“ (AAL, Ambient Assisted Living) bietet in diesem Zusammenhang zahlreiche Vorteile. Dies beinhaltet die Vernetzung von Patienten, Medizinern und Medizingeräten und verbessert somit die Effizienz von Behandlungen und Pflege. Im Rahmen des Programms lassen sich die Aktivitäten und Gesundheitsdaten von Patienten unabhängig von ihrem Aufenthaltsort automatisch aufzeichnen und evaluieren. Als Resultat muss medizinisches Personal nur angefordert werden, wenn sich der Gesundheitszustand des Patienten tatsächlich verschlechtert. Das Ziel besteht darin, die Kosten im Gesundheitswesen zu senken und die Pflege der Patienten zu verbessern. Und zwar auch dann, wenn die Patienten nicht mehr im Krankenhaus, sondern zu Hause in ihrem Alltag überwacht werden.

Die Analyse des menschlichen Verhaltens und die Erkennung von Aktivitäten sind integrale Bestandteile heutiger AAL-Systeme. Ein zuverlässiges und genaues Monitoring sowie, falls erforderlich, Reaktionen in Echtzeit, sind unabdingbar für solche Systeme. Aktivitäten des täglichen Lebens, beispielsweise kochen, schlafen und putzen, sind gute Indikatoren für die physischen Fähigkeiten älterer oder kranker Menschen.

Deshalb ermöglicht ein System, das diese Aktivitäten automatisch erkennt, ein automatisches Gesundheits-Monitoring und liefert medizinischem Personal eine objektive Einschätzung der Situation. Auch sollte ein solches System in der Lage sein, Unregelmäßigkeiten wie beispielsweise einen plötzlichen Sturz zu erkennen und sofort einen Alarm auszulösen. Ein Aktivitäts-Monitoring-System ist daher ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu künftigen Applikationen für das Gesundheitswesen.

In diesem Artikel wird ein integriertes Health-Monitoring-System für den Heimbereich vorgestellt, das ein Vision-basiertes Aktivitäts-Monitoring-System und ein System zum Monitoring der Vitalparameter beinhaltet. Das System soll nicht nur die Aktivitäten einer Person, sondern zugleich auch die Vitalparameter bei diesen Tätigkeiten überwachen. Die Integration (Binding) von Wearable Healthcare-Technologie und Embedded-Vision-Technologie ist die Basis zur Realisierung eines echten Health-Monitoring-Systems für den Heimbereich.

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