Verbindungstechnik Installationsklemmen für die Gebäudetechnik

Autor / Redakteur: Olaf Isendahl und Henning Vieregge * / Kristin Rinortner

In einer modernen Gebäudeinstallation wird eine Vielzahl von Stromkreisen benötigt. Auf knappem Raum müssen flexible und starre Leiter angeschlossen werden. Ein Überblick zur Technik.

Firmen zum Thema

Installationsverteilerschrank: Der Fachmann achtet auf den übersichtlichen Aufbau und die Auswahl der richtigen Komponenten.
Installationsverteilerschrank: Der Fachmann achtet auf den übersichtlichen Aufbau und die Auswahl der richtigen Komponenten.
(Bild: Phoenix Contact)

Gebäude-Installationsverteiler werden in kürzester Zeit geplant, aufgebaut, verdrahtet und auf der Baustelle montiert – sowie mit den Leitern aus dem Gebäude verbunden. Dabei werden zahlreiche Stromkreise aufgeteilt, um den Personenschutz oder die Anlagenverfügbarkeit durch mehr Schutzeinrichtungen zu erhöhen.

Waren in den 1950er Jahren in einer Standard-Installation oft weniger als sechs Stromkreise zu finden, so sind es heute oft zwanzig oder mehr – immer mehr Verbraucher sowie immer höhere Anforderungen an die Sicherheit und Verfügbarkeit sind der Grund dafür. So müssen heute auf engstem Raum die flexiblen Leiter für die interne Verdrahtung sowie die starren Leiter aus dem Gebäude sicher angeschlossen werden.

Bildergalerie

Qual der Wahl bei der Anschlusstechnik

Für diese Anwendungsfelder bietet Phoenix Contact Installationsklemmen mit Schraub- wie auch mit werkzeugloser Push-in-Anschlusstechnik. Die Installationsklemmen beider Anschlusstechniken sind Bestandteil des Reihenklemmen-Systems Clipline complete – der Anwender kann daher gleiches Zubehörmaterial wie Brücken und Prüfstecker unabhängig von der Anschlusstechnik nutzen. So spart er Lagerplatz und Logistikkosten und vermeidet zudem Verwechslungen.

Damit starre Leiter sowie flexible Leiter mit Aderendhülse direkt und bequem eingesteckt und angeschlossen werden können, sind die Kontaktpunkte der PTI-Installationsklemmen mit Push-in-Technik ausgestattet. Zum Lösen der Verbindungen und zum Anschluss flexibler Leiter ohne Aderendhülse oder kleiner Leiter wird der orangene Drücker betätigt. Hier kommen Schraubendreher, Phasenprüfer, Kugelschreiber- oder Prüfspitze zum Einsatz.

Der Drücker verhindert ein Fehlstecken sowie die Zerstörung von Klemmenstellen durch Falschbedienung – etwa mit einem ungeeigneten Werkzeug. Bei häufig beengten Platzverhältnissen ist es vorteilhaft, dass der Betätigungswinkel des Drückers frei ist. Bei anderen Federtechniken sind die Klemmstellen ohne Spezialwerkzeug oft nicht zu erreichen.

Zudem bietet der Drücker eine vollisolierte Bedienmöglichkeit. Zwar widerspricht das Arbeiten unter Spannung den Unfallverhütungsvorschriften, aber in der Praxis kommt es dennoch vor. Das Drückerelement trennt die innen liegenden stromführenden Kontaktelemente über den Isolierwerkstoff vom Bedienwerkzeug und ermöglicht somit einen sicheren Berührschutz.

Horizontal verlegter und kontaktierter Leiter

Anwender legen einen hohen Wert auf kompakte Anschlusstechnik. Hier sollte man allerdings nicht nur die Reihenklemme an sich betrachten, sondern auch, wie die Leiter verlegt werden.

Die Dreistock-Installationsklemmen vom Typ PTI sind in einer schrägen Bauweise gehalten – dies ermöglicht eine flache Leiterführung auf allen Ebenen und damit eine bequeme Montage der Abdeckung (Bild 1).

Unterstützt wird die schlanke Konstruktion der Installationsklemmen mit Schraubanschlusstechnik auch durch die Platz sparende Leiterzuführung: der Leiter wird horizontal verlegt und kontaktiert. Zudem können zwei Leiter desselben Querschnitts und derselben Leiterart in einer Klemmstelle angeschlossen werden. Wenn der Anlagenbetreiber es akzeptiert, kann bei Erweiterungen auf das Setzen zusätzlicher Klemmen verzichtet werden.

(ID:43513691)