Datensicherheit im Feld InnoOSR: Systemwiederherstellung mit einem Klick

Redakteur: Michael Eckstein

Die patentierte Firmware-Technologie InnoOSR von Innodisk ermöglicht Hardware-getriggerte Systemwiederherstellung in den ursprünglichen Zustand, wahlweise mit automatischem Neustart.

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Hardware-getriggert: Die patentierte Firmware der InnoOSR-SSD-Serie von Innodisk soll Betriebssysteme einfach sichern und schnell wiederherstellen können.
Hardware-getriggert: Die patentierte Firmware der InnoOSR-SSD-Serie von Innodisk soll Betriebssysteme einfach sichern und schnell wiederherstellen können.
(Bild: Innodisk)

Mit steigender Anzahl von Geräten bei IoT-Anwendungen spielt die Datensicherheit eine immer wichtigere Rolle. Ausfallzeiten sollen so kurz wie möglich sein – ganz verhindern lassen sie sich nicht. Daher ist es essenziell, dass sich prozessorgesteuerte Systeme in kürzester Zeit wiederherstellen und neu starten lassen.

Während viele Edge-Computing-Geräte autonom arbeiten und sich fernwarten und -administrieren lassen, gibt es Anwendungsszenarien, bei denen das nicht möglich oder gewünscht ist. Dann ist es wichtig, dass sich beispielsweise in einem Fehlerfall der Prozess zum Wiederherstellen des Systems manuell auslösen lässt. Denn Bediener vor Ort verfügen meist nicht über tiefgreifende Fachkenntnisse, die zum Managen eines solchen Systems erforderlich ist.

Manuelle Hardware-Trigger stoßen Recovery-Prozess an

Für derartige Anwendungsfälle hat Innodisk seine InnoOSR-Serie entwickelt: Diese robusten Flash-Speicher verfügen über eine patentierte Firmware-Technologie, die es ermöglicht, das System durch einen manuell ausgeführten Hardware-Trigger wiederherzustellen.

Dies ermöglicht einen Einzelgeräte-Backup. Die Abkürzung „OSR“ steht für „On Site Recovery“. Innodisk spricht von einem Next-Level-Recovery, da das Wiederherstellen eines Systems schnell und einfach möglich sein soll. Laut Innodisk wird damit zudem eine Wiederherstellung auf Softwareebene vermieden.

Drei flexibel nutzbare Modi

InnoOSR ist je nach Methode in drei verschiedenen Modi verfügbar: Standard OSR, Shift-Boot und Auto-Reboot. Alle verfügen laut Innodisk über die gleichen Funktionen zum Wiederherstellen des gespeicherten Images mit einem Klick sowie ein einfaches Verwaltungstool für verschiedene Datenpartitionen.

Das OSR-Tool kann sowohl in Windows- als auch in Linux-Umgebungen verwendet werden. Der Standard-OSR- und der Shift-Boot-Modus werden über ein Tastensignal oder ein Signal an den Steckerstiften ausgelöst. Im Gegensatz dazu verfügt der Auto-Reboot-Modus über einen zusätzlichen Anschluss, der zum Reset-Pin auf dem Mainboard führt. In diesem Modus kommuniziert das InnoOSR-Gerät mit dem Betriebssystem. Wenn es kein Signal empfängt oder erkennt, startet es automatisch neu und stellt sich selbst wieder her.

In drei Schritten zur Wiederherstellung

Das Wiederherstellen erfolgt nach Angaben von Innodisk in drei Schritten. Bei der Ersteinrichtung schließt der Benutzer das OSR SSD-Gerät an das Hostsystem und das Triggerkabel an. Dann wird das Betriebssystem installiert. Anschließend wählt der Benutzer die zu sichernde Partition aus und das System führt eine Sicherung durch.

Zum Initialisieren des Wiederherstellungsprozesses ist lediglich noch ein Trigger nötig, der beispielsweise durch einen Taster ausgelöst wird. Zum Start des Recovery-Prozesses muss dieser 5 Sekunden lang gedrückt werden.

Die InnoOSR-Firmware übernimmt den kompletten Wiederherstellungsprozess mit LBA-zu-LBA-Wiederherstellung (Logical Block Adressing), um mögliche Softwareprobleme zu umgehen und die Kompatibilität mit jedem System zu gewährleisten. Sobald der Wiederherstellungsprozess abgeschlossen ist, muss das System in den Modi 1 und 2 vom Benutzer neu gestartet werden, während es in Modus 3 automatisch neu startet und in seinen ursprünglichen Zustand zurückkehrt.

Wiederherstellung komplett ohne manuelles Eingreifen möglich

Hauptmerkmale der InnoOSR-Familie ist laut Hersteller die einfache Sicherung des Betriebssystems und der schnelle Wiederherstellungsmechanismus, der eine unkomplizierte Vor-Ort-Reparatur von fehlerhaften Systemen mit Schäden auf Softwareebene ermöglichen soll.

InnoOSR erfordert in Modus 3 kein manuelles Eingreifen. Mit dem OSR-Toolkit, das leicht in jede Computerplattform integriert werden kann, ist je nach Modi eine autonome 24/7-Überwachung der Edge-Geräte möglich.

Für das Wartungspersonal ist laut Innodisk keine umfangreiche technische Schulung erforderlich. Unter Verwendung von Standard-OSR können Betreiber die Funktionalität von InnoOSR in jede beliebige Anwendung implementieren.

Da standardkonforme 2,5-Zoll-SATA-, M.2- (2242 und 2280) oder mSATA-Formfaktoren mit Stiftleisten unterstützt werden, sollen sich die notwendigen Hardwareanpassungen auf ein Minimum beschränken. Laut Innodisk unterstützt InnoOSR Flash-Speicher mit bis zu 1 TByte Kapazität.

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