Iris-Scanner Infrarot-LED vereinfacht das Auslesen des Iris-Musters

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Eine spezielle IR-LED für Iris-Scanner erzeugt ein homogenes Licht. Damit lässt sich das Iris-Muster einfacher auslesen und auch Artefakte müssen kaum korrigiert werden.

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Für sicherheitskritische Anwendungen und bei Zugangskontrollen kommen Iris-Scanner zum Einsatz. Osram Opto Semiconductors hat eine IR-LED entwickelt, die ein homogeneres Licht erzeugt.
Für sicherheitskritische Anwendungen und bei Zugangskontrollen kommen Iris-Scanner zum Einsatz. Osram Opto Semiconductors hat eine IR-LED entwickelt, die ein homogeneres Licht erzeugt.
(Bild: Osram Opto Semiconductors)

Die Iris-Erkennung gehört zu den sichersten biometrischen Verfahren zur Identifizierung. Dabei kommen spezielle Infrarot-LEDs für Iris-Scanner zum Einsatz, um die Augen gleichmäßig auszuleuchten.

Eine angeschlossene Kamera nimmt das Bild auf. Das so erzeugte Bild wird mit einer Software analysiert und das einzigartige Muster der Iris wird ermittelt.

Osram Opto Semiconductors hat mit dem Modell SFH 4787S eine IR-LED entwickelt, die ihr Licht nicht senkrecht, sondern leicht geneigt abgibt. Bereits vor zwei Jahren brachte das Unternehmen eine Infrarot-LED auf den Markt, die für Smartphones und andere mobile Geräte eingesetzt werden konnte.

Weniger Artefakte im Bild korrigieren

Durch die leicht gekippte Strahlrichtung muss man die ganze LED nicht mechanisch neigen. Die schräge Abstrahlcharakteristik kommt dem Blickfeld der Kamera entgegen. Bei der dritten Generation stammen die Helligkeitsunterschiede im Kamerabild nur vom Iris-Muster und sind nicht zusätzlich mit einem Gradienten in der Ausleuchtung überlagert. Das erspart der Software, zusätzliche Artefakte zu korrigieren.

Die Entwickler haben dazu einen Emitter mit flächigem Licht entwickelt und dafür Reflektor und Linse so angepasst, dass die Helligkeitswerte über die Frontfläche des Lichtkegels beinahe konstant sind.

Das Gehäuse der IR-LED basiert auf einem 3,5 mm x 3,5 mm x 1,6 mm Oslux-Gehäuse. Geliefert wird eine Wellenlänge von 810 nm, um für alle Augenfarben kontrastreiche Bilder zu liefern. Die Strahlrichtung ist um 8° geneigt, der Abstrahlwinkel beträgt ±18°. Bei einem Strom von 1 A erzeugt der Sender eine optische Leistung von 720 mW und die Strahlstärke beträgt 1000 mW/sr.

Einsatz von Infrarot-LED

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