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Infrarot-LED mit neuartiger Phosphortechnik bietet bis zu 74 mW

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Anstatt auf Silizium basiert die neuentwickelte Nahinfrarot-LED (NIRED) von Osram jetzt auf Phosphor. Damit emittiert sie auch bei höheren Wellenlängen mehr Licht.

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Mit einer neuen Phosportechnik ist es Entwicklern von Osram gelungen, einen größeren Wellenlängenbereich abzudecken. Damit lassen sich Inhaltsstoffe in Lebensmitteln, aber auch der Wassergehalt ermitteln.
Mit einer neuen Phosportechnik ist es Entwicklern von Osram gelungen, einen größeren Wellenlängenbereich abzudecken. Damit lassen sich Inhaltsstoffe in Lebensmitteln, aber auch der Wassergehalt ermitteln.
(Bild: Osram Opto Semiconductors)

Bei Infrarot-Lichtquellen (IR) für die Nahinfrarotspektroskopie ist es wichtig, dass sie einen möglichst großen Wellenlängenbereich des emittierten Lichts abdecken. Je größer der Bereich ist, desto mehr Objekte können analysiert werden. Zur Feststellung von Inhaltsstoffen oder auch des Wassergehalts wird das Zielobjekt mit infrarotem Licht eines breiten Wellenlängenbereichs (zwischen 650 bis 1050 nm) beleuchtet.

Teile dieses Lichts werden reflektiert, andere absorbiert. Dieses Verhältnis variiert dabei von Objekt zu Objekt, weshalb man auch von einem einzigartigen molekularen Fingerabdruck jedes Gegenstands spricht. Das reflektierte Licht wird von einem speziellen Detektor erfasst. Eine nachgelagerte Software verarbeitet diese Daten, vergleicht sie mit dokumentierten Informationen aus einer Cloud und präsentiert schließlich die Messergebnisse.

Infrarot-LED für die Spektroskopie

Die Oslon P1616 SFH 4737 misst 1,6 mm x 1,6 mm x 0,9 mm und ist nach Angaben von Osram die weltweit kleinste am Markt verfügbare Nahinfrarot-LED (NIRED) für Spektroskopie-Anwendungen. Nicht nur aufgrund der kompakten Bauweise eignet sich die NIRED für den Einsatz in Smartphones.

Die Neuentwicklung erreicht bei 350 mA eine Leistung von 74 mW. Auch bei der Betrachtung der Strahlstärke in Vorwärtsrichtung bietet die IR-LED 18 mW/sr. Die Sensitivität der oftmals Silizium-basierten Detektoren nimmt mit steigender Wellenlänge <950 nm ab. Zur Kompensation mussten die LEDs höher bestromt werden. Dank des neuartigen Phosphors emittiert das Bauteil auch bei höheren Wellenlängen mehr Licht.

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