Infineon und Synopsys entwickeln Echtzeitfähigkeiten für Microcontroller

| Redakteur: Maximiliane Reichhardt

Infineons Hauptsitz in Neubiberg bei München.
Infineons Hauptsitz in Neubiberg bei München. (Bild: Infineon)

Das Halbleiterunternehmen Infineon entwickelt zusammen mit Synopsys Beschleuniger für künstliche Intelligenz in Automobilanwendungen.

Infineon will mit seinen künftigen Mikrocontrollern KI-gestützte Anwendungen umsetzen. Deshalb arbeitet der Halbleiterspezialist nun mit dem Softwareunternehmen Synopsys zusammen. Die nächste Generation der Aurix-Mikrocontroller von Infineon soll einen neuen Hochleistungs-KI-Beschleuniger integrieren. Diese so genannte Parallel Processing Unit (PPU) nutzt die Design-Ware ARC-EV Prozessor-IP von Synopsys.

PPU soll KI-Fähigkeiten erhöhen

„Durch die zusammen mit Synopsys entwickelte PPU stellen wir sicher, dass unsere künftigen Mikrocontroller den durch KI steigenden Anforderungen an die Rechenleistung gerecht werden“, sagt Peter Schäfer, Leiter des Mikrocontroller-Geschäfts in der Automotive Division von Infineon. „Damit bereiten wir den Aurix auf datenintensive Automobilanwendungen wie zukünftige Gateways und erweiterte Fahrerassistenzsysteme vor.“

Aurix-Mikrocontroller unterstützen bereits bestimmte Arten von neuronalen Netzen – die PPU soll ihre Echtzeit- und KI-Fähigkeiten jedoch erhöhen. Dadurch sollen die Mikrocontroller beispielsweise auch Daten von hochentwickelten Sensoren verarbeiten können, was derzeit aufgrund der hohen Echtzeitanforderungen noch nicht möglich ist. Laut Infineon wird die PPU KI-Algorithmen wie RNN (Recurrent Neural Network), MLP (Multi-Layer Perceptron), CNN (Convolutional Neural Network) und RBF (Radial Basis Function) beschleunigen.

Techniken für Intrusion Detection

Zur schnellen Entwicklung von den Safety-Vorgaben der Applikationssoftware biete Synopsys das „Meta-Ware EV Development Toolkit for Safety“ an, das den EV-Prozessor unterstützt. Damit soll die Aurix-Toolchain modellbasierte Designs und somit neue Strategien für das Softwaredesign unterstützen können. Indem sie CNN unterstützt, werde die PPU darüber hinaus die Entwicklung ganzheitlicher Securitysysteme erleichtern. Infineon zufolge wird sie mehrschichtige Sicherheitskonzepte ermöglichen, die Techniken für IDP-Systeme (Intrusion Detection and Prevention) unterstützen.

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Dieser Beitrag stammt von unserem Partnerportal Automobil-industrie.

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