Infineon geht mit Security Research Group ins Silicon Valley

| Redakteur: Julia Schmidt

Die neue Security Research Group von Infineon soll Sicherheitslösungen der nächsten Generation entwickeln, die sowohl benutzerfreundlich als auch interoperabel sind, um unterschiedlichste Anwendungen und neu entstehende Geschäftsmodelle für alle vernetzten Geräte bedienen zu können.
Die neue Security Research Group von Infineon soll Sicherheitslösungen der nächsten Generation entwickeln, die sowohl benutzerfreundlich als auch interoperabel sind, um unterschiedlichste Anwendungen und neu entstehende Geschäftsmodelle für alle vernetzten Geräte bedienen zu können. (Bild: Clipdealer)

Infineon hat eine neue Security Research Group ins Leben gerufen, die umfangreiche Sicherheitslösungen für das Internet der Dinge erarbeiten soll.

Vernetzte Geräte, die im Internet der Dinge ohne menschliches Zutun funktionieren sollen, erfordern auch eine umfassende Sicherheit. Infineon will deshalb die Entwicklungsaktivitäten in diesem Bereich im Silicon Valley stärken und setzt dabei auf eine Partnerschaft mit dem CyLab Security and Privacy Institute der Carnegie Mellon University.

Die neue Security Research Group ist Teil des Silicon Valley Innovation Center (SVIC) von Infineon am kalifornischen Standort Milpitas. Sie soll dazu beitragen, die Anforderungen an robuste und zuverlässige Sicherheit zu definieren und vertrauenswürdige Lösungen zu entwickeln. Außerdem tritt Infineon im Rahmen der Partnerschaft mit der Carnegie Mellon University als Gründungssponsor der jüngst ins Leben gerufenen „Secure and Private IoT Initiative“ (Initiative für sicheres und privates IoT) von CyLab auf.

Sicherheitslösungen sollen benutzerfreundlich und interoperabel sein

Im Fokus der Security Research Group sollen Sicherheitslösungen der nächsten Generation stehen, die sowohl benutzerfreundlich als auch interoperabel sind, um unterschiedlichste Anwendungen und neu entstehende Geschäftsmodelle für alle vernetzten Geräte bedienen zu können. Hierzu zählen zum Beispiel Produkte wie Chipkarten und Ausweisdokumente, aber auch Computersicherheit sowie Methoden zum Schutz internetfähiger Geräte in Smart Homes, bei Industrie 4.0, in Smart Cities und der autonomen Mobilität. Neben der Security Research Group am SVIC forschen weitere Teams an Schlüsselprojekten in den Bereichen Automotive und Künstliche Intelligenz (KI).

„Sicherheit für elektronische Geräte und Infrastrukturen hat für Infineon seit über 30 Jahren höchste Priorität“, sagte Robert LeFort, Präsident von Infineon Americas. „Die USA sind bei Innovationen im Internet der Dinge führend. Daher ist es wichtig, die Anstrengungen US-amerikanischer Unternehmen zu unterstützen, sowohl durch unsere regionalen F&E-Aktivitäten, als auch durch die Zusammenarbeit mit Partnern, die ähnliche Ziele verfolgen.“

Strategische Partnerschaft zunächst auf drei Jahre ausgelegt

Die auf drei Jahre angelegte strategische Partnerschaft von Infineon mit dem „CyLab Security and Privacy Institute“ der Carnegie Mellon University soll auch die Bedeutung der Zusammenarbeit für die Sicherheit im digitalen Zeitalter widerspiegeln. CyLab, eine der weltweit größten universitären Forschungs- und Bildungseinrichtungen im Bereich Cybersicherheit, startete seine Initiative „Secure and Private IoT“ als mehrjähriges Projekt mit dem Ziel, neuartige Software, Tools, Methoden und Modelle zum Schutz von Netzwerken und Geräten zu entwickeln.

Die Initiative beschäftigt sich mit den Risiken im Zusammenhang mit Angriffen auf elektronische Systeme im Internet der Dinge, bei denen vertrauliche Informationen wie Know-how, geistiges Eigentum, Kundendaten und Prozessintelligenz abgegriffen werden könnten. Solche Angriffe können zu Betriebsunterbrechungen führen, Geschäftsprozesse beeinträchtigen, und sogar das Markenimage, den Erfolg oder schlimmstenfalls den Fortbestand eines Unternehmens gefährden.

Schwerpunkt „Secure and Private IoT“

Ein Schwerpunkt der Initiative „Secure and Private IoT“ sind großflächige IoT-Ökosysteme in Städten, in denen vollkommen unterschiedliche, langlebige Geräte auf neue Infrastruktur treffen. Darüber hinaus werden Prototypen in einem Reallabor getestet, um system- und funktionsübergreifende Herausforderungen zu erfassen und deren Umsetzbarkeit durch die Industrie zu prüfen.

Neben CyLab kooperiert Infineon im Rahmen strategischer Forschungsinitiativen mit weiteren Partnern in den USA. Dazu gehört die Einrichtung ARPA-E (Advanced Research Projects Agency-Energy) des US-Energieministeriums und das PowerAmerica Institute der North Carolina State University.

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