Nach Zwangsabschaltung im Februar Infineon fährt Chipfertigung in Texas wieder hoch

Redakteur: Michael Eckstein

Der deutsche Chiphersteller Infineon erwartet, dass die Fabs erst im Juni wieder ihre volle Produktionskapazität erreichen werden. Die ausgefallene Produktionsmenge wird aber nicht ersetzt werden können.

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Hohe Nachfrage: Aurix-Controller gehören zu den stark nachgefragten Komponenten von Halbleiterhersteller Infineon.
Hohe Nachfrage: Aurix-Controller gehören zu den stark nachgefragten Komponenten von Halbleiterhersteller Infineon.
(Bild: Infineon Technologies)

Chiphersteller Infineon Technologies meldet, dass seine Fertigungsanlagen in Austin, Texas wieder in Betrieb sind und die Produktion derzeit wieder hochgefahren wird. Die Anlagen seien intakt und würden schrittweise auf das ursprüngliche Produktionsniveau hochgefahren. Infineon geht davon aus, dass die texanischen Fabriken die meisten Produktkategorien ab Juni 2021 wieder mit der ursprünglichen Auslastung produzieren werden.

Mitte Februar hatte Infineon – wie auch einige andere Halbleiterproduzenten – ihre lokalen Fabs auf eine behördliche Anordnung hin abschalten müssen, nachdem ein heftiger Wintereinbruch die Stromversorgung in weiten Teilen der Region für eine längere Zeit lahmgelegt hatte.

Produktionsausfall lässt sich nicht kompensieren

Die Produktions-Zwangspause wird Spuren hinterlassen: „Nach derzeitigen Erkenntnissen gehen wir davon aus, dass wir aufgrund des Ereignisses den Bedarf unserer Kunden nicht vollumfänglich bedienen können“, sagt Jochen Hanebeck, Chief Operations Officer von Infineon. Mit betroffenen Kunden sei man im engen Austausch. Aufgrund des angespannten Marktumfelds und der daraus resultierenden vollen Auslastung werde es nicht möglich sein, die ausgefallene Produktionsmenge wieder auszugleichen.

Aufgrund der Abschaltung rechnet das Unternehmen mit Umsatzeinbußen in Höhe eines hohen zweistelligen Millionen-Euro-Betrags, und zwar hauptsächlich im dritten Quartal (per 30. Juni). An seiner Umsatzerwartung für das gesamte Geschäftsjahr hält Infineon jedoch wegen der hohen Nachfrage nach Mikroelektronik fest. Ein Update zu Austin will der Konzern bei seiner Quartalsberichterstattung am 4. Mai geben.

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