IMEC

Industriepartnerprogramm und Pilotfertigung für neue Solarzellen-Fertigungsprozesse

17.08.2009 | Redakteur: Andreas Mühlbauer

Das vor kurzem gestartete IIAP ist ein privat-öffentliches F+E-Programm mit mehreren Partnern. Durch Untersuchung von Wafer-basiertem Silizium und Epitaktischen Zellen werden Wirkungsgrade um 20% erwartet.
Das vor kurzem gestartete IIAP ist ein privat-öffentliches F+E-Programm mit mehreren Partnern. Durch Untersuchung von Wafer-basiertem Silizium und Epitaktischen Zellen werden Wirkungsgrade um 20% erwartet.

Auf der kommenden 24. Europäischen Photovoltaic-Solarenergie Konferenz und Ausstellung vom 21. bis 25.09.2009 in Hamburg wird das belgische Forschungszentrum IMEC eine ganze Reihe neuer Partner seines Industriepartnerprogramms IIAP (Industrial Affiliation Program) für Silizium-Solarzellen vorstellen.

Zu den IMEC-Partnern gehören MEMC Electronic Materials, Leybold Optics Dresden, Roth & Rau und Mallinckrodt Baker. Das vor kurzem gestartete IIAP ist ein privat-öffentliches F+E-Programm mit mehreren Partnern, dessen Ergebnisse die Entwicklung kristalliner Solarzellen beschleunigen, die Fertigungskosten senken und den Siliziumbedarf pro Watt halbieren sollen. Durch Untersuchung von Wafer-basiertem Silizium und Epitaktischen Zellen werden Wirkungsgrade um 20% erwartet.

Unter dieser ehrgeizigen Zielvorstellung bringt IMEC Hersteller von Silizium-Solarzellen sowie Geräte- und Materiallieferanten zusammen, die in enger Partnerschaft ihre Kompetenzen, Risiken und Kosten sowie geistiges Eigentum (IP) teilen, um im Rahmen des Programms innovative Möglichkeiten für proprietäre IP zu erschließen.

Entwicklung einer Pilotlinie nach dem aktuellen Stand der Technik

„Der Austausch der reichlich vorhandenen Möglichkeiten für proprietäre IP in der Solarzellenentwicklung ist von außerordentlicher Bedeutung,“ sagt Jef Poortman, Direktor des Programms Solar+ bei IMEC. „Manche Unternehmen könnten gegen eine Teilnahme an Partner-Programmen Bedenken haben, weil ihnen die Produktdifferenzierung schwer fallen dürfte. Deshalb führt das IIAP Forschungsarbeiten an monokristallinen Referenz-Substraten durch, deren Ergebnisse dann von den Partnern an ihre eigenen Substrate leicht angepaßt werden können“.

Als integraler Bestandteil des Solarzellen-Programms von IMEC gilt die Entwicklung einer Pilotlinie nach dem aktuellen Stand der Technik, mit der die IIAP-Partner in einer industrienahen Umgebung Untersuchungen zur Entwicklung neuartiger Prozesse zur Solarzellenfertigung durchführen können. Dies ermöglicht eine wirtschaftliche Übertragung der Ergebnisse direkt auf ihre Fertigungslinien. Das IIAP-Programm wird zudem von der flämischen Regierung unterstützt, die 8,7 Mio. € für den Aufbau der Pilotlinie bereitstellt.

Neue Prozesse sollen auf der Pilot-Linie getestet werden

„Unser IIAP-Programm“, betont Poortmans, „ist vor allem dafür vorgesehen, innovative Fertigungsprozesse für neue Generationen von Silizium-Solarzellen zu entwickeln. Dazu arbeiten Hersteller wie auch Material-Lieferanten und Ausrüstungsanbieter mit den Solarexperten für moderne Prozesse bei IMEC zusammen und testen diese auf unserer Pilot-Linie.

Auf der PVSEC 2009 wird IMEC die neuesten Forschungsergebnisse zu Silizium-Solarzellen vorführen (Stand B4U/17). Ebenso präsentiert IMEC seine Technologie der organischen Solarzellen, die im Sprühverfahren hergestellt werden. Damit lassen sich durchgängig in der Flüssigphase Polymer-Solarzellen und gestapelte Solarzellen mit hohem Wirkungsgrad fertigen.

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