Industrielle Kameras, ihr Markt und die technischen Merkmale

| Redakteur: Gerd Kucera

Preisniveau, Matrix-Kameras, Markenbekanntheit

Neben der Kaufbereitschaft ist das Preisniveau für Kameras ein wichtiger Indikator für die Marktentwicklung. Nach dem sukzessiven Preisverfall bis 2015 ist 2017 eine weitere Preisstabilisierung für Kameras im mittleren und oberen Preislevel sichtbar, was die Sorge der Hersteller vor asiatischer Konkurrenz abschwächen sollte.

Nur 19% der Anwender wollen lediglich bis zu 350 US-$ für eine Kamera ausgeben, wohingegen es 2016 noch 45% in diesem unteren Preissegment waren. 38% setzen auf Kameras zwischen 350 US-$ und 1000 US-$, ein Plus von 7% gegenüber dem Vorjahr. 42% der Anwender planen sogar über 1000 US-$ in ihre Kamera zu investieren, was einer Steigerung um 19% entspricht.

Damit wächst das Hochpreissegment sehr deutlich. Von den Herstellern werden diese Voraussagen größtenteils bestätigt, insbesondere beim Verfall in der Preisklasse unter 150 US-$ und der großen Steigerung für Kameras über 1000 US-$.

Marktfragmentierung, Embedded Vision und sehr spezifische modulare Vision-Systeme scheinen also auch ein erhöhtes Qualitätsbewusstsein zu fördern. Eine höhere Bildqualität mit verbesserter Processing-Leistung sowie integrierte Intelligenz, Schnelligkeit und einfache Konnektivität der Systeme sind für die meisten Anwender ausschlaggebende Kriterien für eine „gescheite“ Investition zu einem guten Preis-Leistungsverhältnis. Chart 3 zeigt die Preisklassen Industriekameras Hersteller und Chart 4 die Preisklassen Industriekameras Anwender.

2017 wurde erstmal auch die Art der Kamera abgefragt, die in den Vision-Systemen zum Einsatz kommt. Bei den Anwendern führen Matrix-Kameras mit einem Anteil von 60% das Feld mit deutlichem Abstand an, gefolgt von 3D- und Stereo-Vision-Kameras und OEM-Kameramodulen mit je 8%.

12% aller Nutzer setzen spezifische Kameratypen ein, um ihre individuellen Bedürfnisse abzudecken. 7% aller Anwender setzen auf Line Scan-Kameras, 5% auf Smart Kameras. Der Wert für Smart-Kameras ist gegenüber 27% im Vorjahr stark gesunken. Wahrscheinlich wurde bei der Beantwortung der Fragen ein signifikanter Anteil von Smart-Kameras den Matrix-Kameras zugeordnet, die ja auch kompakt ausgestattet sein können.

Ausgeglichener gestaltet sich das Bild unter den Herstellern: 37% der verkauften Kameras sind Matrix-Kameras, gefolgt von 18% 3D- und Stereo Vision, 16% Smart Kameras und 10% OEM-Module. Mit 16% haben aber hier auch diverse Spezial-Lösungen einen hohen Anteil.

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