PROFIBUS hat das PA-Profil V4.0 verabschiedet

| Redakteur: Gerd Kucera

Dr. Jörg Hähniche, Vorstand PROFIBUS Nutzerorganisation e. V.: "Das PA-Profil wird in einer neuen Version erstmals für PROFINET verfügbar gemacht und erfüllt damit eine weitere wichtige Forderung der Anwender."
Dr. Jörg Hähniche, Vorstand PROFIBUS Nutzerorganisation e. V.: "Das PA-Profil wird in einer neuen Version erstmals für PROFINET verfügbar gemacht und erfüllt damit eine weitere wichtige Forderung der Anwender." (Bild: PROFIBUS/Jurga Graf 2012 www.photo-graf.de)

Mit der Verabschiedung der finalen Version des kommunikationsunabhängigen PA-Profils V4.0 hat PI (PROFIBUS & PROFINET International) einen wichtigen Schritt in Richtung Ertüchtigung von PROFINET für den Einsatz in Anlagen der Prozessautomatisierung der Generation Industrie 4.0 vollzogen.

Als Ethernet-basierte Kommunikationstechnologie wird PROFIBUS zunehmend zu einer der tragenden Säulen in zukünftigen Automatisierungskonzepten, da das Weiterleiten von steigenden Mengen an Informationen zu einem essenziellen Feature wird. Über die Profile ist PROFINET zudem in der Lage, die Daten auch mit einer Semantik zu versehen, sodass diese eine nutzbringende Bedeutung bekommen. Mit der Verabschiedung der finalen Version des kommunikationsunabhängigen PA-Profils V4.0 hat PI (PROFIBUS & PROFINET International) einen wichtigen Schritt in Richtung Ertüchtigung von PROFINET für den Einsatz in Anlagen der Prozessautomatisierung der Generation Industrie 4.0 vollzogen.

Industrie 4.0 stellt erhöhte Anforderungen an die Kommunikationssysteme. Feldgeräte, die in der Prozessautomatisierung eingesetzt werden, liefern beispielsweise eine Vielzahl von Messwerten sowie ausführliche Diagnoseinformationen über ihren Zustand. Zur Konfigurierung stehen darüber hinaus umfangreiche Parametersätze zur Verfügung. Nicht zuletzt erfordert die Einbindung der Geräte in Asset Management-, Condition Monitoring- sowie IT-Systeme zusätzliche Bandbreiten und Ethernet-Unterstützung. Zum Beispiel wird so mit OPC UA der Anschluss an überlagerte Ebenen gemäß NOA (NAMUR Open Architecture) einfach realisiert werden können, ohne dass ein zusätzliches Netzwerk nötig ist.

„Das PA-Profil wurde unter anderem mit den Experten der NAMUR abgestimmt, wodurch es die Anforderungen der relevanten NAMUR Empfehlungen (NE107 und NE131) erfüllt“, konstatiert Dr. Jörg Hähniche, Vorstand PROFIBUS Nutzerorganisation e. V., „neben der heute schon verfügbaren exzellenten Performance stellt PROFINET eine Reihe von umfangreichen Funktionen für die Prozessanwendungen zur Verfügung. Dazu zählen optimale Redundanz-Mechanismen, Dynamic Reconfiguration für den reibungslosen Gerätetausch im laufenden Betrieb sowie Zeitstempelung für die Aufzeichnung von Event-Sequenzen und anderes mehr. Nun wird das PA-Profil in einer neuen Version erstmals für PROFINET verfügbar gemacht und erfüllt damit eine weitere wichtige Forderung der Anwender.

Um jedoch auch Branchen wie Öl & Gas oder Chemie bedienen zu können, müssen weitere technische Voraussetzungen für Ethernet im Feldbereich geschaffen werden. Längere Verkabelungsdistanzen, 2-Leitertechnik, Stromversorgung über den Bus und Eigensicherheit sind mit heutigem Ethernet noch nicht standardisiert realisierbar. Dieses Thema hat PI in Kooperation mit anderen Organisationen gestartet, mit dem Ziel, PROFINET in allen Bereichen der Prozessautomatisierung einsetzen zu können.

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