Industrial Intelligence: Das sind die spannendsten Themen in Hannover

| Redakteur: Lisa Marie Waschbusch

Die Hannover Messe 2019 findet vom 1. bis 5. April 2019 unter Leitthema „Integrated Industry – Industrial Intelligence" statt.
Die Hannover Messe 2019 findet vom 1. bis 5. April 2019 unter Leitthema „Integrated Industry – Industrial Intelligence" statt. (Bild: Deutsche Messe)

Firmen zum Thema

Die Woche wird spannend: Unter dem Leitthema „Industrial Intelligence“ lässt sich auf der Hannover Messe der Stand der Technik zu Themen wie Künstliche Intelligenz, 5G, Cobots, Blockchain und Plattformökonomie besichtigen. Lesen Sie im Überblick, welche Themen Sie nicht verpassen sollten.

Unter dem Leitthema „Integrated Industry – Industrial Intelligence" vereint die Hannover Messe in dieser Woche aktuelle Trendthemen wie Künstliche Intelligenz, 5G, Cobots, Blockchain und Plattformökonomie. 6.500 Unternehmen aus 75 Ländern werden auch in diesem Jahr wieder ihre Neuigkeiten aus den Bereichen Automation, Robotik, Industriesoftware,,Antriebstechnik, Energietechnologien, Zulieferung sowie Forschung und Entwicklung vorstellen.

„Die Vernetzung der Maschinen innerhalb der Fertigung sowie die Entwicklung smarter Komponenten bringt große Datenmengen hervor, die ihrerseits die Basis für den Einsatz innovativer Technologien wie Machine Learning, Digital Twin oder VR/AR darstellen“, sagt Arno Reich, Global Director Digital Factory im Team der Hannover Messe. „Wir werden eine Vielzahl von Ausstellern haben, die im April ihre KI-basierten Lösungsansätze in Hannover zeigen.“

KI-Technologien – insbesondere – Machine-Learning- und Deep-Learning-Technologien finden aktuell mit einer hohen Geschwindigkeit den Weg in die Fabriken der Fertigungsindustrie. Damit können bisher nicht oder nur mit sehr hohem Aufwand lösbare Herausforderungen in der industriellen Fertigung angegangen werden. Ein Beispiel ist die Erkennung von Mustern und Korrelationen basierend auf unstrukturierten Daten wie Bildern, Videos oder Tönen in Kombination mit strukturierten Daten aus den Maschinen.

Der Vorteil: Eine solche Verknüpfung verringert den Aufwand, Fehler oder Probleme zu identifizieren. Lernende Systeme werden so zur Basis für kontinuierliche Verbesserung in der Fertigung. Doch bis dahin sind auch noch einige Hürden zu meistern. Beispielsweise wird das reibungslose Zusammenspiel von IT und KI eine entscheidende Rolle spielen.

Digital Factory

Anwendungen für die Industrie 4.0 sowie Lösungen aus den Bereichen Cloud und Industrial Security, KI und Machine Learning, Digital Twin, VR/AR und Big Data Management präsentiert die Hannover Messe schwerpunktmäßig in den Hallen 5, 6, 7 und 8 unter der Überschrift Digital Factory. Ebenfalls von großer Bedeutung sind die Themen Plattformökonomie und Data Analytics. Plattformökonomie spielt eine Rolle für den Maschinen- und Anlagenbau als Basis für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und digitaler Services.

Dabei geht es nicht nur um die Frage, welche IoT-Lösung Mensch, Maschine und Prozesse am besten vernetzt und damit das ideale Betriebssystem der Industrie 4.0 darstellt. Bei dem Thema Data Analytics geht es um Software, die anhand intelligenter Datenanalyse der Industrie hilft, den Energie- und Ressourcenverbrauch zu reduzieren und dabei gleichzeitig Flexibilität, Agilität und Qualität von Produktionsabläufen zu verbessern. Lösungen zu Data Analytics verteilen sich ebenfalls in den Hallen der Digital Factory.

Weitere Themen in den Hallen 5 und 6 neben Blockchain und Industrial Security sind Engineering Software (CAx, PLM), Cloud Solutions, Plattformen und Services, Virtual Reality und Additive Manufacturing. In Halle 7 befinden sich die Business Software mit MES, ERP, CRM oder DMS, außerdem SCM Solutions, IT-Solutions und Consulting sowie Embedded Systems. Halle 8 schließlich bildet den Übergang zum Bereich Automation mit dem Forum Industrie 4.0 , den Initiativen und politischen Plattformen rund um Industrie 4.0 sowie dem Bereich SmartFactory/Intelligent Manufacturing.

Exklusive Microsoft Hands-on-Roundtables

Wie man Azure IoT Edge am besten in einer industriellen Umgebung mit flexibler Auswahl an Betriebssystemen einsetzt, präsentieren Microsoft-Experten in einem Hands-on-Roundtable auf der Hannover Messe 2019. Die kleinen, 90-minütigen Roundtables werden von Microsoft und seinen Partnern veranstaltet. Sie finden für bis zu 20 Teilnehmer pro Thema am 2., 3. und 4. April statt und bedienen auch weitere Themen zu Windows 10 IoT und IoT Core, Azure IoT, Azure Sphere und FarmBeats.

Anmelden kann man sich unter www.microsoftevents.com

Automation und IT

Noch vor wenigen Jahren waren es zwei klar getrennte Bereiche: Automation auf der einen Seite, IT auf der anderen. Mittlerweile sind die Grenzen verschwommen – dank der digitalen Transformation. Industrie 4.0 funktioniert nur über eine enge Kooperation von IT und Automation. Dass dies nicht reibungslos geht, liegt auf der Hand. „Die zentrale Herausforderung liegt im gegenseitigen Verstehen“, sagt Rainer Glatz, Geschäftsführer im VDMA Elektrische Automation sowie Software und Digitalisierung. „Es treffen unterschiedliche Sprachwelten, Disziplinen und Organisationseinheiten aufeinander, was häufig zu Missverständnissen, gegenläufigen Interessen oder unnötigem Wettbewerb führt.“

Robotik

Die Hannover Messe ist auch eine Robotik-Messe. Ob Industrieroboter, kollaborative Roboter oder fahrerlose Transportsysteme – sie sind das Symbol einer automatisierten Fertigung. Halle 17 der Messe hat sich in den vergangenen Jahren zum Robotik-Hotspot und dem zentralen Treffpunkt der Branche entwickelt. Insgesamt 17 Firmen zeigen dort Lösungen rund um Robotik, Automation, Bildverarbeitung sowie Dienstleistungen und Softwarelösungen.

Robotik, mobile Roboter sowie die Mensch-Maschine-Kollaboration sind außerdem wichtige Themen im Forum Automation, das erneut in Halle 14 organisiert wird. In 20-minütigen Vorträgen informieren Experten aus der Industrie das internationale Fachpublikum neben Robotik über modulare und elektrische Automation, Frequenzumrichter und Motoren, Antriebstechnik, Industrial IT oder industrielle Bildverarbeitung und Identifikationssysteme.

Industrial Security

Das Thema Security wird in Zeiten der Industrie 4.0 immer wichtiger. „Ohne Security kann die Digitalisierung nicht funktionieren“, sagt Hubertus von Monschaw, Global Director Digital Factory im Team der Hannover Messe. „Es geht eben nicht nur um Datensicherheit, sondern um die Absicherung der gesamten vernetzten Produktion und damit der zugrundeliegenden IT-Infrastruktur.“

Darauf macht auch der aktuelle Leitfaden des VDMA zum Thema Industrie 4.0 Security aufmerksam: Um im digitalen Zeitalter Maschinen und Anlagen über den gesamten Lebenszyklus sicher betreiben zu können, reicht es nicht aus, Security-Funktionalitäten hinzuzufügen. Stattdessen muss Security von vornherein in der Produktentwicklung seitens der Maschinen- und Anlagenbauer berücksichtigt werden.

Der Ausstellungsbereich Industrial Security in Halle 6 ist der zentrale Informationstreffpunkt für Anwender und Produktentwickler des Maschinen- und Anlagenbaus sowie der industriellen Automation.

Industrial Pioneers Summit

Industrie 4.0 ist in vielen Unternehmen bereits Realität und prägt den Alltag in der Produktion und Logistik. Doch wie geht es weiter? Was kommt nach Industrie 4.0? Welche Herausforderungen gilt es zu bewältigen und wo liegen die Chancen und Risiken des industriellen Wandels? Der neue Industrial Pioneers Summit widmet sich genau diesen Fragen.

Am 2. April (12:30–18:00 Uhr, Convention Center, Saal 2) diskutieren Vordenker und Visionäre aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft über die intelligente Fabrik von morgen. Dabei geht es in erster Linie um innovative Entwicklungen sowie die daraus resultierenden Veränderungsprozesse. Themen wie Augmented Reality, der neue Netzstandard 5G oder innovative Transportlösungen, etwa durch den Einsatz von Hyperloop-Technologien, stehen im Fokus.

5G

Das Thema 5G wird auf der diesjährigen Hannover Messe in Halle 16 in einer „5G Arena“ präsentiert. Beispielsweise Bosch Rexroth wird unter anderem ein mobiles Control Panel zeigen, das ein kollaboratives Zusammenarbeiten mit Robotern ermöglicht, und die Einbindung von Industrial Ethernet über 5G demonstrieren.

Der schwedische Netzausrüster Ericsson wird gleich an drei Stellen – in der 5G Arena in Halle 16, an ihrem großen Zentralstand in Halle 8 sowie auf dem schwedischen Co-Lab-Pavilion in Halle 27 – aktuelle Forschungsprojekte und Produktlösungen rund um 5G präsentieren.

In der 5G Arena werden neben der 5G ACIA (5G Alliance for Connected Industries and Automation) unter anderem folgende Unternehmen vertreten sein: ASTI, Bosch-Rexroth, DFKI, Ericsson, Festo, Götting, Harting, HMS Industrial Network, Ifak, Nokia, Phoenix Contact, Qualcomm, R3 Communication, SICP, Siemens, Volkswagen Nutzfahrzeuge und Zeiss.

Für 2020 steht das Partnerland schon fest: Indonesien. Dies bestätigten Ngakan Timur Antara, Stellvertretender Generaldirektor im Wirtschaftsministerium Indonesiens, und Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG, mit der Unterzeichnung des Partnerlandvertrags am 1. November 2018 in Jakarta in Anwesenheit von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Demnach steht vom 20. bis zum 24. April 2020 das rohstoffreiche Land im Mittelpunkt der Weltleitmesse der Industrie.

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Dieser Beitrag stammt von unserem Partnerportal Industry-of-Things.de.

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