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Weg- und Winkelsensoren Induktives Resonator-Messprinzip verzichtet auf magnetische Positionsgeber

| Autor / Redakteur: André Brauers* / Reinhard Kluger

Neue Weg- und Winkelsensoren kombinieren die Vorteile bisheriger Lösungen kombinieren und schalten zudem deren Nachteile aus. Die Sensoren arbeiten nach dem Resonator-Messprinzip, bei dem die Positionserfassung nicht wie üblich über einen magnetischen Positionsgeber erfolgt, sondern induktiv über ein schwingfähiges System aus Kondensator und Spule.

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Die Weg- und Winkelsensoren mit induktiven Resonator-Prinzip eignen sich kurze oder lange Messbereiche, beengte Platzverhältnisse oder starke elektromagnetische Störeinflüsse
Die Weg- und Winkelsensoren mit induktiven Resonator-Prinzip eignen sich kurze oder lange Messbereiche, beengte Platzverhältnisse oder starke elektromagnetische Störeinflüsse
( Archiv: Vogel Business Media )

Sensoren für die Messung von Weg- und Winkeländerungen in industriellen Anwendungen gibt es reichlich, ebenso wie unterschiedliche Messverfahren. Mit einem neuen Messprinzip, das die Vorteile bisheriger Lösungen kombiniert und gleichzeitig deren Nachteile ausschaltet, hat der Mülheimer Sensor-, Interface-, Feldbus- und Anschlusstechnikspezialist Turck jetzt damit begonnen, die Weg- und Winkelmessung neu zu definieren.

Die größte Herausforderung ist die Übermittlung der aktuellen Position zum Messsystem. Der technisch einfachste Weg ist eine unmittelbare mechanische Verbindung zwischen Positionsgeber und Sensor, wie beispielsweise bei Potenziometerlösungen. Solche Systeme sind nicht teuer, haben dafür aber andere Nachteile: Sie lassen sich manchmal nur mit hohem Aufwand montieren, vor allem bei der mechanischen Übertragung einer Drehbewegung ist eine exakte axiale Ausrichtung erforderlich, bei schnellen Drehbewegungen zusätzlich noch eine Federkupplung zur Vibrationskompensation.

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Darüber hinaus ist es in vielen Fällen notwendig, potenziometrische Wegmesser aus sicherheitstechnischen Gründen zu verkleiden, wenn Sie aus der Maschine herausragen. Nicht zuletzt ist bei diesen Sensoren prinzipbedingt kein geschlossenes Gehäuse möglich, was einen erhöhten Wartungsaufwand und höhere Störanfälligkeit bedeutet.

Verwendet man magnetische Positionsgeber, wird eine mechanische Verbindung zum Sensor überflüssig. Entsprechende Systeme liefern genaue Messergebnisse und sind aufgrund ihres geschlossenen Gehäuses verschleißfrei. Trotz ihres hohen Preises werden Weg- und Winkelsensoren mit magnetischen Positionsgebern daher in vielen Bereichen eingesetzt, in denen dies möglich ist. Denn überall dort, wo metallische Späne anfallen oder mit störenden Magnetfeldern zu rechnen ist, sind magnetische Messsysteme nur noch bedingt oder gar nicht geeignet. Darüber hinaus weisen magnetostriktive Linearwegsensoren prinzipbedingt sehr große Blindzonen bis zu 80 mm pro Seite auf – bei einer Baulänge von 200 mm müsste sich der Anwender also einen Messbereich von 40 mm mit einer Blindzone von 160 mm erkaufen.

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