Führungsstrategien

Mitarbeiter individuell motivieren

24.10.2006 | Redakteur: Martina Hafner

„Die eigenen Motivationsfaktoren lassen sich nicht immer auf den Mitarbeiter übertragen. In diese Falle tappen viele Führungskräfte“, Renate Gartner, Kommunikations- und Managementtrainerin
„Die eigenen Motivationsfaktoren lassen sich nicht immer auf den Mitarbeiter übertragen. In diese Falle tappen viele Führungskräfte“, Renate Gartner, Kommunikations- und Managementtrainerin

Eine gute Führungskraft muss es verstehen, ihre Mitarbeiter zu motivieren. Doch welche Motivatoren sind für jeden Einzelnen die richtigen? Das LAB-(Language-und-Behaviour-)Profil mit

Eine gute Führungskraft muss es verstehen, ihre Mitarbeiter zu motivieren. Doch welche Motivatoren sind für jeden Einzelnen die richtigen? Das LAB-(Language-und-Behaviour-)Profil mit seinen zwölf Fragestellungen kann helfen, dies heraus zu finden. Wie es funktioniert erklärt Kommunikations- und Managmenttrainerin Renate Gartner.

Eine der größten Herausforderungen einer Führungskraft ist es, ihre Mitarbeiter zu motivieren. Da jeder Mensch auf unterschiedliche Anreize reagiert, ist es nicht einfach, die passenden Motivatoren zu finden. Viele Führungskräfte schließen gern von sich auf die Mitarbeiter – und tappen dabei in eine Falle: Sind sie auch selbst durch Verantwortung, Selbstbestimmung und Teilhaben am Gesamterfolg eines Unternehmens zu Hochleistungen zu motivieren, lassen sich nicht alle Mitarbeiter von diesen Faktoren anspornen.

Zwölf Fragen, die mehr verraten

Dieser Falle entgehen Führungskräfte mit einem einzigartigen Instrument: Dem Language- und Behaviour-(LAB)-Profil, einer Methode, die aus dem NLP hervorgegangen ist. Das Profil besteht aus zwölf Fragen, die eine Führungskraft in ein Gespräch mit ihrem Mitarbeiter einflechten kann. Dabei gilt es darauf zu achten, wie die Mitarbeiter antworten statt worüber sie sprechen. Daraus lassen sich interessante Sprach- und Verhaltensmuster ableiten.

Um herauszufinden, welche Motivatoren bei dem jeweiligen Mitarbeiter wirken, sind folgende Fragen geeignet: Bewegt sich der Mitarbeiter auf Ziele zu oder von Problemen fort, die gelöst werden müssen? Was bewegt ihn zum Handeln? Welche Motivationsrichtungen bevorzugen die Mitarbeiter des Teams? Anhand der Kategorien „weg von...“ und „hin zu...“ erfährt die Führungskraft zum Beispiel, ob dem Mitarbeiter Problemlösungen oder kreative Zielfindungen wichtiger sind. Daran kann sie sich orientieren, wenn sie Aufgaben delegieren muss.

Motivationsquellen aufspüren

In einem weiteren Schritt wird die Motivationsquelle aufgespürt. Findet ein Mitarbeiter seine Motivation in externen Quellen oder in inneren Werten und Glaubenssätzen? Internal strukturierte Menschen ziehen ihre Motivation aus sich selbst und beurteilen die Qualität ihrer Arbeit anhand ihrer inneren Maßstäbe. External strukturierte Menschen brauchen Feedback von außen, um ihre Leistung einschätzen zu können. Wenn sich Führungskräfte an diesen beiden Motivationsquellen orientieren, können sie gezieltes Feedback geben und ihre Kommunikationswirkung deutlich verbessern.

Einen weiteren Blick gilt dem Grund der Motivation. Wie sieht der Denkprozess einer Person aus? Sucht sie ständig nach Alternativen zu einem bestimmten Arbeitsprozess oder folgt sie lieber etablierten Mustern? Optionsorientierte Personen sind motiviert, wenn sie etwas auf ihre Art und Weise tun können und mehrere Alternativen zur Auswahl haben. Prozedural orientierte Mitarbeiter halten sich gern an vorgegebene Schritte und bewährte Verfahren. Eine Führungskraft sollte zwischen beiden Typen unterscheiden, wenn sie Aufgaben verteilt oder neue Mitarbeiter einstellt, um Anforderungsprofile mit den Mitarbeiterpotenzialen zu synchronisieren.

Tipps speziell für Frauen für die Kommunikation mit Mitarbeiten und für effektives Führen gibt die Autorin Renate Gartner in einem Seminar der IIR Deutschland:

Von der Kollegin zur Vorgesetzten: Plötzlich Führungskraft!

Ein Erfolgstraining für Frauen

Termine:

29. November bis 1. Dezember 2006 in Köln,

31. Januar bis 2. Februar 2007 in München,

25. bis 27. April 2007 in Sulzbach/Ts.

Hilfestellung für alle frisch gebackenen Führungskräfte gibt das Seminar;

„Plötzlich Führungskraft - Mit Akzeptanz und Erfolg vom Kollegen zum Vorgesetzten“

Termine:

7. bis 9. Dezember 2006 in Stuttgart

1. bis 3. Februar 2007 in Berlin

26.bis 28. April in Frankfurt

Zahlreiche weitere Seminare zum Thema Führungskompetenz bietet die IIR auf ihrer Webseite

IRR Deutschland, Tel. +49(0)6196 5850

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