Elektromobilität

Elektrorenner stellt neuen Rundenrekord für E-Fahrzeuge auf dem Nürburgring auf

| Redakteur: Thomas Kuther

Als erstes elektrisch betriebenes Fahrzeug hat der TMG EV P001 der Toyota Motorsport GmbH eine Runde auf der Nordschleife des Nürburgrings in weniger als acht Minuten zurückgelegt. Unter "Video zum Thema" in der rechten Spalte finden Sie ein Video der Rekordfahrt.

Nordschleifen-Spezialist Jochen Krumbach benötigte mit dem Rennprototypen für die 20,8 km lange Eifelstrecke 7 Minuten und 47,794 Sekunden. Der bisherige Rekord für batterieelektrische Fahrzeuge stand bei 9 Minuten und 1,338 Sekunden.

Zwei E-Motoren mit 280 kW und 800 Nm

Der TMG EV P001 wird von zwei Elektromotoren angetrieben, die zusammen ein Drehmoment von 800 Nm bereitstellen. Damit beschleunigt der Prototyp auf eine Höchstgeschwindigkeit von 260 km/h. Bereits nach 3,9 Sekunden wird die 100 km/h-Marke erreicht. Die Motoren leisten zusammen 280 kW/375 PS.

Lithium-Ceramic-Batterie speichert 41,5 kWh

Der Antrieb des Rennwagens bezieht seine Energie aus einer Lithium-Ceramic-Batterie die mit einer Spannung von 520 V arbeitet und insgesamt 41,5 kWh speichert. Der Akku trägt 350 kg zu den 970 kg Gesamtgewicht des Rennwagens bei. Der offene Prototyp hat einen Radstand von 2,37 m bei einer Länge von 4,19 Metern. Er ist 1,79 m breit, aber nur 1,07 m hoch.

Große Höhenunterschiede als Herausforderung

Am Tag der Rekordfahrt spielte das Eifelwetter dem Team in die Karten. Es blieb trocken, allerdings war die Streckentemperatur relativ niedrig. Die Nordschleife des Nürburgrings stellt für elektrisch betriebene Rennwagen mit ihren vielen Steigungen, dem hohen Vollgasanteil und den großen Höhenunterschieden eine besondere Herausforderung dar.

Antriebsstrang eignet sich für künftige Motorsportserien

Die Fahrleistungen des Elektrorennwagens und die erreichte Zeit unterstreichen aus Sicht von TMG, dass Motorsport auch mit elektrisch betriebenen Fahrzeugen nichts von seiner Faszination einbüßt. Der Antriebsstrang des Rekord-Prototyps ist für künftige Motorsportserien geeignet. TMG startet bereits im kommenden Jahr die kommerzielle Produktion des Antriebssystems. Dieses wird weiterentwickelt und auf verschiedene alternative Chassis-Lösungen angepasst.

Das Video der Rekordfahrt finden Sie hier

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