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"RoboCops" In Dubai patrouillieren autonome Polizei-Miniaturautos

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Kriminelle im Wüstenstaat Dubai bekommen zum Ende des Jahres 2017 neue Gegenspieler: Die Polizei setzt dann extra kleine Roboterfahrzeuge ein, die mit Hilfe einer biometrischen Software auf Verbrecherjagd gehen. Für die Verfolgung aus der Luft wurde zusätzlich eine Drohne im autonomen Kommissar integriert.

Die eingesetzten Robo-Cops werden von speziell geschulten Polizisten in der Zentrale überwacht.
Die eingesetzten Robo-Cops werden von speziell geschulten Polizisten in der Zentrale überwacht.
(Bild: OTSAW)

Dubai ist mit Sicherheit nicht der Nabel der Welt und dennoch nicht selten Vorreiter. Speziell dann, wenn es um die Einführung innovativer Technologien geht. Vergangene Wochen wurde beispielsweise offiziell verkündet, dass noch im vierten Quartal 2017 die ersten autonomen Flugtaxis abheben sollen.

Doch damit nicht genug: Wie Dubais Polizei nun mitteilte, bekommen die Ordnungshüter zum Jahresende ebenfalls autonome Unterstützung. Ab diesem Zeitpunkt sollen selbstfahrende Miniatur-Fahrzeuge in den verschiedensten Stadtgebieten auf Verbrecherjagd gehen. Die Autos haben keine Fahrerkabine und sind lediglich so groß wie elektrische Spielzeugautos.

Trotz ihrer geringen Größe sind sie vollgepackt mit den modernsten Technologien. Eine eigens entwickelte biometrische Software, mit der jede Person an jedem Ort überprüft werden kann, wurde ebenso eingebaut, wie eine hochauflösende Kamera. Hat das Fahrzeug einen potenziell Verdächtigen identifiziert, heftet es sich automatisch an dessen Fersen und übermittelt den Standort an die Zentrale.

Sollte das Fahrzeug dennoch an seine Grenzen kommen, kann eine in das Fahrzeugkonzept integrierte Drohne in die Lüfte steigen und die Überwachung fortsetzen. Dass das autonome Polizeifahrzeug selbstständig zurück zu seiner Basis fährt, sobald der Akku wieder aufgeladen werden muss, ist dabei fast schon selbstverständlich

Die eingesetzten Robo-Cops werden von speziell geschulten Polizisten in der Zentrale überwacht. Möchte ein Beamter auf einen autonomen Kommissar zugreifen, um beispielsweise die Überwachung live zu verfolgen, muss er sich in der Zentrale per Fingerabdruck einloggen. Geliefert werden die autonomen Patrouillen übrigens von dem in Singapur ansässigen Unternehmen OTSAW Digital.

"Die Polizei Dubais ist sehr gespannt auf die neueste Technologie, um Verbrechen zu bekämpfen. Wir suchen immer nach der besten Technologie, um unsere Polizeiarbeit für eine sicherere und intelligentere Stadt gewährleisten zu können. Wir bemühen uns, Operationen mit Hilfe von Robotern zu erweitern und streben zukünftig an, die Straßen auch ohne schwere Polizeipatrouille sicher und friedlich zu gestalten", sagte Maj-Gen Al Merri, Oberbefehlshaber der Polizei.

Bis die ersten Fahrzeuge ausgeliefert werden, sind allerdings noch die letzten Feinheiten zu klären und abzustimmen. Hierfür entsendet die Polizei Dubais mehrere speziell geschulte Beamte, die dem Entwickler-Team von OTSAW unterstützend unter die Arme greifen sollen.

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