LED-Leuchtentipp In 4 Schritten die Kosten eines LED-Leuchtensystems senken

Autor / Redakteur: Paul Scheidt * / Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Leuchten mit LEDs sind nicht nur effizienter, sondern auch sparsamer. Doch wie lassen sich die Kosten bei einem LED-Leuchtensystem senken? Wir geben Ihnen 4 praktische Tipps.

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Effizientes LED-Leuchtendesign: Wir stellen Ihnen 4 Tipps, wie Sie LED-Leuchten kostengünstig designen können.
Effizientes LED-Leuchtendesign: Wir stellen Ihnen 4 Tipps, wie Sie LED-Leuchten kostengünstig designen können.
(Cree)

Noch sind LED-Leuchten teurer als konventionelle Leuchtmittel, weshalb sich LED-Leuchten bisher noch nicht auf breiter Basis durchsetzen konnten, und das trotz einer längeren Lebensdauer und höherer Energieeffizienz. Für die Hersteller von LED-Beleuchtungssystemen heißt das: Sie müssen die Gesamtsystemkosten senken, ohne Abstriche bei der Qualität zu machen.

Für die Halbleiterhersteller hieß Low Cost lange Zeit die Entflechtung der Systemkomponenten. Das muss jedoch nicht sein, wenn ein vernünftiges Design verwendet wird. Das bedeutet, dass ein LED-Leuchtendesign in enger Abstimmung von LED, Treibern, optischen Elementen und Kühlkörper entwickelt wird. Nur dann lässt sich eine optimale Systemleistung bei vergleichsweise niedrigen Kosten erzielen. Dazu sind vier Faktoren notwendig:

1. Performance der LED-Komponenten und Design

Wärmemanagement: Bei einer robusten LED sind höhere Stromstärken kein Problem. Eine hochwirksame LED benötigt auch kleinere Kühlkörper.
Wärmemanagement: Bei einer robusten LED sind höhere Stromstärken kein Problem. Eine hochwirksame LED benötigt auch kleinere Kühlkörper.
(Cree)
Ein Faktor, der die Systemkosten maßgeblich beeinflusst, ist die Leistung der LED. Helle und effiziente Hochleistungs-LEDs ermöglichen Beleuchtungssysteme mit einer geringeren Zahl von LEDs zu entwickeln und das bei gleichbleibend hoher System-Performance. Weniger LEDs bedeutet zudem, dass eine Leuchte kompakter ausfällt. Ein weiterer Vorteil von hochwirksamen LEDs sind ein geringerer Stromverbrauch und kleinere Kühlkörper.

2. Robuste LEDs für höhere Stromstärken

Ebenfalls zur Senkung der Systemkosten können robuste LEDs beitragen, die mit einer höheren Stromstärke betrieben werden. Entwickler benötigen somit weniger Leuchtdioden, um ein System mit der gewünschten Lichtstärke zu designen. Mit standardisierten LM-80- und TM-21-Datensätzen lassen sich die Betriebs- und Leistungsparameter für Hochleistungs-LEDs bestimmen. Leuchtmittelhersteller sollten sich daher diese Daten von ihrem LED-Lieferanten zur Verfügung stellen lassen.

3. Optimierte Treiber

Bei der Betrachtung der Kosten eines LED-Beleuchtungssystems wird häufig ein Aspekt übersehen: Nicht die Leuchtdioden sind der größte Kostenpunkt, sondern vielmehr die LED-Treiber. Um preisgünstige Treiber zu finden, ist ein Treiber-Kompatibilitätsprogramm hilfreich, beispielsweise Crees Driver Compatibility Program (DCP). Damit können Entwickler ermitteln, welche Treiber von Drittanbietern mit den LEDs von Cree kompatibel sind.

Wichtig ist, dass der LED-Hersteller nicht nur die technischen Daten der Treiber-Komponenten überprüft, sondern im Rahmen von Praxistests deren Kompatibilität mit den LEDs ermittelt. Den Herstellern von Beleuchtungssystemen steht in diesem Fall ein integriertes und optimiertes Ökosystem von Komponenten für das Design von LED-Leuchten zur Verfügung. Das macht es einfacher, kostengünstige Treiberkomponenten zu finden und in ein Leuchtendesign zu integrieren.

4. Tests nutzen und dadurch Zeit sparen

Ein wesentlicher Kostenfaktor ist die Zeit, die Fachleute für die Entwicklung von LED-Leuchten benötigen. Je problemloser ein Designprozess, desto niedriger fallen die entsprechenden Aufwendungen aus. Ein probates Hilfsmittel sind thermische, elektrische, mechanische, photometrische und optische Tests von Beleuchtungssystemen, wie sie beispielsweise Cree Services mit der TEMPO-Testsuite anbietet.

Mithilfe solcher Tests lassen sich technische Hindernisse ausräumen und Designprobleme zügig beseitigen. Das führt zu niedrigeren Entwicklungskosten und kürzeren Entwicklungszeiten. Hinzu kommt ein weiterer Vorteil: Ein Hersteller von LED-Beleuchtungssystemen kann dank Hilfsmitteln wie TEMPO seine Produkte schneller als Mitbewerber auf den Markt bringen.

* Paul Scheidt ist bei Cree für das Produktmarketing der LED-Komponenten verantwortlich.

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