Kühllösungen Immersionskühlung für Rechenzentren

Redakteur: Margit Kuther

High-Density-Computing erfordert eine spezielle Kühlung, etwa die Immersionskühlung. Eine Lösung für Rechenzentren, Cloud- und Edge-Computing bieten Arrow und Submer an.

Firmen zum Thema

Immersionskühlung: geeignet für Rechenzentren, Cloud- und Edge-Computing
Immersionskühlung: geeignet für Rechenzentren, Cloud- und Edge-Computing
(Bild: Arrow)

Unter Immersionskühlung (Flüssigkeitstauchkühlung) versteht man die Reduzierung der Wärme einer Hardware, indem sie in eine wärmeleitende, aber nicht elektrisch leitfähige Flüssigkeit eingetaucht wird. Arrow und Submer haben ein Vertriebsabkommen geschlossen, um Kunden in der Region EMEA Immersionskühlunglösungen zu ermöglichen. Die Vereinbarung kombiniert das Energie- und Kühlungs-Know-how von Submer bei kundenspezifischen OEM-Hardwarelösungen von Dell Technologies mit dem Support- und Serviceangebot von Arrow und ermöglicht somit schlüsselfertige Lösungen.

Die Immersionskühlung verändert die traditionelle Rechenzentrumslandschaft. Der Markt für Immersionskühlung wird durch den Anstieg des globalen IP-Verkehrs und den vermehrten Einsatz von Nachfrage nach Supercomputer-Technologien und Hyperscale-Rechenzentren weltweit angetrieben. Die, die die Kosteneffizienz eines Unternehmens verbessern und gleichzeitig zu dessen Nachhaltigkeitszielen beitragen, nimmt zu. Der Druck auf die Industrie, ihre Auswirkungen auf die natürlichen Ressourcen und die Umwelt zu verringern, ist gestiegen.

Eine Möglichkeit für Unternehmen, dieses Problem anzugehen, ist die Optimierung ihrer Stromverbrauchskennzahlen. Die Installation einer Tauchkühlung, einer Methode, bei der Computerkomponenten (oder ganze Server) in eine thermisch, aber nicht elektrisch leitende Flüssigkeit (dielektrische Kühlflüssigkeit) eingetaucht werden, ist ein bewährter, äußerst effektiver Schritt zur Reduzierung der Umweltbelastung im Computing. Weitere Informationen zu den Kühllösungen von Submer finden Interessenten über diesen Link.

Immersionskühlung im Detail

Unter Immersion Cooling (Flüssigkeits-Tauchkühlung) versteht man die Reduzierung der Wärme einer Hardware, indem sie in eine wärmeleitende, aber nicht elektrisch leitfähige Flüssigkeit eingetaucht wird. Diese Technologie ist eine effiziente Möglichkeit, um Komponenten mit hoher Wärmedichte thermisch und elektrisch zu schützen. So werden beispielsweise Supercomputer oder Server, aber auch Hochleistungstransformatoren oder EV-Akkus, in ein dielektrisches Kühlmittel eingetaucht.

Generell erfolgt der Wärmeaustausch zwischen dem warmen Kühlmittel und dem Kaltwasserkreislauf über einen Wärmetauscher. Bei Immersion Cooling entfällt der Einsatz von Lüftern für die Kühlung von IT-Hardware oder Servern. Es wird zwischen einphasigen und zweiphasigen Kühlmitteln unterschieden.

Einphasiges Kühlmittel ändert niemals seinen Aggregatszustand. Es kocht oder gefriert nicht und bleibt immer in flüssiger Form und muss somit auch nicht regelmäßig nachgefüllt werden. Es bedarf keinerlei komplexer Kühlinfrastruktur, da keine gefährlichen Gase für Menschen oder die Umwelt entstehen. Immersion Cooling mit einphasigem Kühlmittel kann somit in offenen als auch geschlossenen Kühl-Systemen genutzt werden.

Bei der Zweiphasenkühlung siedet das Arbeitsfluid und verändert somit seinen Aggregatszustand von flüssig zu gasförmig – was dieser Technologie auch seinen Namen gibt. Es kann lediglich in geschlossenen Kühl-Infrastrukturen eingesetzt werden.

Aus operativer Sicht vereinfacht Immersion Cooling generell die Inbetriebnahme eines Rechenzentrums und dessen Wartung dank der Verwendung skalierbarer Bausteine für das Computing und die Kühlung. Die Anforderungen an den Wasserkreislauf sind einfach zu erfüllen, und somit werden weniger Energie und Ressourcen verbraucht als bei anderen Kühlinfrastrukturen. Eine Bereitstellung im Datenzentrum lässt sich so vergleichsweise rasch realisieren. Die wirtschaftlichen Vorteile liegen in der Einsparung von Strom und Kühlkosten, einer niedrigeren Total Cost of Ownership und der Möglichkeit, entstandene Wärme wieder zu verwenden.

(ID:47381783)