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Imec.xpand sammelt 117 Millionen Euro für europäische Hardware-Startups

| Redakteur: Julia Schmidt

Der Risikokapitalfond des belgischen Forschungszentrums imec will Ausgründungen und Start-ups der europäischen Halbleiter- und Hardwareforschung bei der Wachstumsfinanzierung unterstützen.

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Der Risikokapitalfonds Imec.xpand hat seinen ersten Fonds mit 117 Millionen Euro an gebundenem Kapital geschlossen. Der Fonds soll die die Lücke in der Wachstumsfinanzierung schließen, die seit vielen Jahren in der EU Ausgründungen und Start-ups der europäischen Halbleiter- und Hardwareforschung behindert.
Der Risikokapitalfonds Imec.xpand hat seinen ersten Fonds mit 117 Millionen Euro an gebundenem Kapital geschlossen. Der Fonds soll die die Lücke in der Wachstumsfinanzierung schließen, die seit vielen Jahren in der EU Ausgründungen und Start-ups der europäischen Halbleiter- und Hardwareforschung behindert.
(Bild: clipdealer)

Der Risikokapitalfonds Imec.xpand hat seinen ersten Fonds mit 117 Millionen Euro an gebundenem Kapital geschlossen. Ins Leben gerufen hat den Fonds das belgischen Forschungs- und Innovationszentrum imec für Nanoelektronik und digitale Technologien in Leuven/Löwen. Er soll die Lücke in der Wachstumsfinanzierung schließen – ein Problem, das seit vielen Jahren die Ausgründungen und Start-ups der europäischen Halbleiter- und Hardwareforschung plagt.

Tom Vanhoutte, Partner des Fonds, imec.xpand, sagte gegenüber der EE Times: „Wir wollen bei Innovationen erfolgreich sein, bei denen die Hardware eine Schlüsselrolle spielt. Daher sind wir bestrebt, in Unternehmen auf der ganzen Welt zu investieren, die von der Zusammenarbeit mit imec und seinem Ökosystem profitieren könnten.“

Unterfinanzierung Hauptursache für Scheitern von Start-ups

Vanhoutte sagte weiter, dass die Hauptursache für das Scheitern von Hardware-Startups in der EU die Unterfinanzierung sei, die ihnen keinen Raum für die Entwicklung der Technologie und des Unternehmens gibt, um ausreichend zu wachsen, bevor sie wieder nach Kapital suchen müssen. „Unser Sweet Spot sind Unternehmen im Frühstadium, die etwa 2 bis 2,5 Millionen Euro suchen, und wir erwarten, dass wir bis Ende dieses Jahres bis zu 10 Millionen Euro investieren werden“, sagte er.

Imec.xpand ist ein unabhängiger, von imec initiierter Frühphasen- und Wachstumsfonds. Er konzentriert sich auf Investitionen in hardwaregetriebene Innovationsfirmen der Nanotechnologie. Er richtet sich an ambitionierte Technologie-Start-ups, für die imec Wissen, Erfahrung und Infrastrukturen das Wachstum unterstützen können. Er soll frühzeitig mit Unternehmen zusammenarbeiten und ausreichende finanzielle Mittel bereitstellen, um die ausgewählten Unternehmen von der frühen Entwicklungsphase bis hin zur Vermarktung ihres Produkts zu unterstützen.

Viele Investoren mit im Boot

Der Fonds wurde 2017 mit Unterstützung von imec und der flämischen Regierung gegründet und wird von Peter Vanbekbergen, Frank Bulens, Cyril Vančura und Tom Vanhoutte verwaltet, die alle über einen Hintergrund in den Bereichen Unternehmertum, Risikokapital und Geschäftsexpertise verfügen.

Seitdem hat imec.xpand internationale strategische und institutionelle Investoren wie Samsung Electronics, BNP Paribas Fortis, Applied Materials, SK Hynix, Philips, die Brabanter Entwicklungsgesellschaft BOM, KBC Insurance, die belgische föderale Investmentgesellschaft SFPI-FPIM sowie mehrere vermögende Privatpersonen und Universitäten gewonnen. Belfius Insurance, die flämische Investmentgesellschaft PMV und KPN Ventures sind seit kurzem dabei.

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