Imec und CEA-Leti kollaborieren bei KI und Quantencomputing

| Redakteur: Sebastian Gerstl

Luc Van den hove, Präsident und CEO des belgischen Forschungsinstituts imec: „Die Fähigkeit, Technologien wie KI und Quantencomputer zu entwickeln und in einem breiten Anwendungsspektrum industriell zu nutzen, ist eine der größten Herausforderungen Europas.“
Luc Van den hove, Präsident und CEO des belgischen Forschungsinstituts imec: „Die Fähigkeit, Technologien wie KI und Quantencomputer zu entwickeln und in einem breiten Anwendungsspektrum industriell zu nutzen, ist eine der größten Herausforderungen Europas.“ (Bild: imec)

Das belgische Forschungszentrum imec und das französische Forschungsinstitut CEA-Leti haben eine strategische Partnerschaft in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Quantencomputer vereinbart. Die gemeinsamen Anstrengungen von imec und CEA-Leti sollen den Anspruch Europas unterstreichen, bei der Entwicklung dieser Technologien eine führende Rolle zu übernehmen.

Edge Artificial Intelligence (eAI) bezieht sich im Allgemeinen auf Computersysteme, die intelligentes Verhalten lokal auf den Hardwaregeräten (z.B. Chips) anzeigen. Sie analysieren ihr Umfeld und ergreifen die erforderlichen Maßnahmen, um bestimmte Ziele zu erreichen. Edge AI ist auf dem besten Weg, ein wichtiger Treiber für die wirtschaftliche Entwicklung zu werden. Wwas vielleicht noch wichtiger ist: sie verspricht die Lösung vieler gesellschaftlicher Herausforderungen - von der Behandlung von Krankheiten, die heute noch nicht heilbar sind, bis hin zur Minimierung der Umweltauswirkungen der Landwirtschaft.

Die Dezentralisierung von der Cloud an die Edge ist eine der größten Herausforderungen der KI-Technologien, die auf große heterogene Systeme angewendet werden. Dies erfordert Innovationen in der Komponentenindustrie mit leistungsstarken, energiefressenden Prozessoren.

Antrieb für Europa in den Trendbereichen KI und Quantencomputing

„Die Fähigkeit, Technologien wie KI und Quantencomputer zu entwickeln und in einem breiten Anwendungsspektrum industriell zu nutzen, ist eine der größten Herausforderungen Europas. Sowohl das Quanten- als auch das neuromorphe Computing (zur Ermöglichung künstlicher Intelligenz) sind vielversprechende Innovationsfelder, da sie über ein enormes Industrialisierungspotenzial verfügen. Eine engere Zusammenarbeit zwischen imec und CEA-LETI, zwei der führenden europäischen Forschungszentren, wird zweifellos dazu beitragen, die Entwicklungszeit der Technologien zu verkürzen: Sie wird uns die kritische Masse liefern, die erforderlich ist, um mehr - und schnellere - Wirkung zu erzielen. und wird zu vielen neuen Geschäftsmöglichkeiten für unsere europäischen Industriepartner führen", sagt Luc Van den hove, Präsident und CEO von imec.

„Zwei europäische Pioniere der Mikroelektronik bündeln heute ihre Kräfte, um das Potenzial von Hochleistungscomputern und vertrauenswürdiger KI an der Spitze zu erhöhen und letztlich den Erfolg der europäischen Industrie durch Innovationen in den Bereichen Luftfahrt, Verteidigung, Automobil, Industrie 4.0 und Gesundheitswesen zu steigern", sagte Emmanuel Sabonnadière, CEO von CEA-Leti.

„Diese Zusammenarbeit mit imec im Anschluss an frühere Innovationskooperationen mit dem Fraunhofer-Verbund für Mikroelektronik der Fraunhofer-Gesellschaft, der größten Organisation für angewandte Forschung, wird alle drei Institute auf die Aufgabe konzentrieren, Europa an der Spitze neuer digitaler Hardware für KI-, HPC- und Cybersicherheitsanwendungen zu halten."

Weitere Partner aus Europa zur Teilnahme aufgerufen

Imec und CEA-LETI laden Partner aus Industrie und Wissenschaft ein, sich ihnen anzuschließen und vom Zugang zur hochmodernen Technologie der Forschungszentren mit nachgewiesener Reproduzierbarkeit zu profitieren, die ein viel höheres Maß an Gerätekomplexität, Reproduzierbarkeit und Materialperfektion ermöglicht und gleichzeitig die Kosten der vorwettbewerblichen Forschung teilt.

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