PTC-LiveWorx-Konferenz

„Im Internet der Dinge entscheidet der menschliche Faktor“

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Wie würden Sie die methodischen Unterschiede zwischen dem IIC und den deutschen Initiativen für Industrie 4.0 beschreiben?

Das IIC fokussiert sich wie ein Laser auf eine Sache: Die Zusammenarbeit rund um das, was wir Testbetten nennen, zu fördern. Das sind Projekte, die Unternehmen, Anwender, Hersteller, Softwarehäuser, Forschungseinrichtungen und Universitäten zusammenbringen, um Prototypen zu entwickeln. Das sind Prototypen und Demonstrationsprojekte. Von diesem Punkt aus suchen wir nach Änderungen für die Geschäftsfelder und nach durchschlagenden neuen Produkten und Dienstleistungen.

Das geht es nicht in erster Linie um Standardisierungen. Es geht darum, die Zusammenarbeit zu etablieren. Führende Mitglieder des IIC wie zum Beispiel PTC beteiligen sich bei der Entwicklung der Testbetten und suchen nach Partnern von anderen großen oder kleinen Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Universitäten und so weiter.

Die Industrie-4.0-Gruppe hat sich dagegen bisher darauf verlegt, in die Zukunft zu schauen. Das von der Gruppe veröffentlichte Papier zu Smart Services ist dafür ein gutes Beispiel. Diese Gruppe wird von (dem ehemaligen SAP-Chef, d. R.) Henning Kagermann und Frank Riemensperger geführt. Wir haben dagegen noch nicht versucht, die Zukunft vorherzusehen. Wir versuchen lediglich herauszufinden, was funktioniert und was nicht.

Ich werde auf dieser Seite des Atlantiks immer wieder gefragt: Warum entwickelt ihr keine Standards? Ich antworte dann: Welche Standards? Es gibt bereits Standards für Middleware, wie Sie wissen. Die Frage ist daher, herauszufinden, welche Standards wir brauchen. Und das tun wir, indem wir Prototypen entwickeln und schauen, was funktioniert. Ich nenne das den Nike-Effekt: Just do it.

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