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Messdienstleister für Smart Meter Im Dienst der intelligenten Zähler- und Mess-Systeme

Autor / Redakteur: Frank Wolf * / Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Intelligente Mess-Systeme bringen einige Änderungen für die Energieversorger. Datenschutz- und -sicherheit spielen eine entscheidende Rolle. Hier unterstützen Metering-Dienstleister wie Voltaris.

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Intelligente Mess-Systeme: In den kommenden Jahren müssen in Deutschland im Zuge des novellierten Energiewirtschaftsgesetzes mehr als 40 Mio. intelligente Zähler und Mess-Systeme installiert werden.
Intelligente Mess-Systeme: In den kommenden Jahren müssen in Deutschland im Zuge des novellierten Energiewirtschaftsgesetzes mehr als 40 Mio. intelligente Zähler und Mess-Systeme installiert werden.
(Voltaris)

In Deutschland werden in den kommenden Jahren im Zuge des novellierten Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) über 40 Mio. der sogenannten intelligenten Zähler und Messsysteme installiert. Damit sind allerdings hohe technische und datenschutzrechtliche Anforderungen verbunden, die nach einer marktgerechten und nachhaltigen Lösung verlangen.

Hinzu kommt das neue Mess- und Eichgesetz, das am 1. Januar 2015 in Kraft tritt und damit die Neugestaltung des gesetzlichen Messwesens zum Abschluss bringen wird. Als unabhängiger Dienstleister im Messstellenbetrieb in Deutschland mit eigenen staatlich anerkannten Prüfstellen bietet Voltaris alle erforderlichen Metering-Dienstleistungen an. Die neue Zählertechnik muss in die komplexe Infrastruktur der Energieerzeugung und -verteilung integriert werden. Für Energieversorger wird damit nicht nur der Einbau von intelligenten Zählern und BSI-zertifizierten Mess-Systemen verpflichtend. Es müssen zudem die Gateways betrieben werden, mit denen die geforderten Sicherheitsrichtlinien eingehalten werden sollen.

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Datenschutz und Datensicherheit dürfen auf keinem Fall außen vor bleiben. Als Konsequenzen daraus ergeben sich komplexe Prozesse und hohe Investitionen in eine neue IT-Umgebung. Neue Software-Produkte für das Meter-Data-Management und die Gateway-Administration müssen die Technische Richtlinie TR-03109 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erfüllen. Vor allem für viele kleinere und mittlere Stadtwerke ist es daher wirtschaftlich sinnvoll, den Betrieb der neuen Messsysteme und die Dienstleistung des Gateway-Administrators (GWA) an externe Dienstleister, die das erforderliche Know-how besitzen, zu vergeben.

Gateway-Administration mit zentraler Funktion

Zusätzlich enthält die Verordnung technische und organisatorische Anforderungen an den GWA, der eine Schlüsselrolle zwischen der Energiewirtschaft, allen Energieteilnehmern und den Kunden einnehmen wird. Im Rahmen der Zuordnung durch die Technische Richtlinie des BSI ist der GWA der Einzige, der aktiv auf das Gateway zugreifen kann. Als vertrauenswürdige Instanz ist der GWA unter anderem für die Initialisierung des Messsystems verantwortlich. Außerdem verwaltet er die Auslese- und Tarifprofile und authentifiziert bzw. autorisiert die Marktteilnehmer.

Dabei muss er die Anforderungen an den sicheren Betrieb sowie die sichere Abwicklung des Messstellenbetriebs erfüllen und gleichzeitig die Mindestanforderungen an Informationssicherheit gewährleisten: Betrieb und Dokumentation eines Managementsystems für Informationssicherheit (ISMS) nach ISO 27001 bzw. IT-Grundschutz, physische Sicherheit der genutzten IT-Infrastruktur, logische Informationssicherheit sowie personelle Maßnahmen. Für die intelligenten Zähler und Messsysteme ergibt sich eine völlig neue System- und Prozesslandschaft.

Ein modularer Operator für das Mess-System

Die Energieversorger müssen sich entscheiden, ob sie Teilaufgaben der Einführung und des Betriebs der Messsysteme eigenständig durchführen oder fremdvergeben wollen. Hier unterstützt Voltaris mit dem flexiblen Messsystem-Operator. Bei dem modular aufgebauten System wählen die Kunden nur diejenigen Bausteine, die sie benötigen. Die Lösung besteht aus einem Gateway-Administrations-Tool (einer technischen Lösung, um Datensicherheit und Datenschutz der Smart Meter Gateways zu gewährleisten), dem Meter-Data-Management-System und einer Messsystem-konformen Geräteverwaltung.

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Was ändert sich ab 1. Januar 2015?

Am 1. Januar 2015 müssen sich die Hersteller von Messgeräten umstellen. Ab dann gilt das neue Mess- und Eichgesetz, und anstelle der bisherigen Kombination aus Bauartzulassung und Ersteichung tritt die Konformitätsbewertung.

In dem Gesetz sind Regelungen zum Kompetenznachweis und zur Überwachung derjenigen Stellen überarbeitet worden, welche die Übereinstimmung der Messgeräte mit den gesetzlichen Anforderungen beim Inverkehrbringen zu bestätigen haben. Künftig gelten einheitliche Regeln für das Inverkehrbringen von Messgeräten, unabhängig davon, ob das jeweilige Messgerät europäisch oder national geregelt ist. Die Übereinstimmung von Messgeräten mit den gesetzlichen Anforderungen darf generell von unabhängigen privaten Konformitätsbewertungsstellen beurteilt werden. Denn neben diesem Verfahren, das bislang schon für alle europäisch geregelten Geräte zu beachten war, galten für rein national bestimmte Messgeräte abweichende Vorschriften. Zudem wurden Überwachungsrechte der Behörden sowie die Regeln zur Information der Öffentlichkeit überarbeitet. Die staatliche Nacheichung wird als Kontrollinstrument beibehalten. Ebenso bleibt das Verfahren der Befundprüfung zur Sicherung des Verbraucherschutzes bestehen. Die Nacheichung ist die amtliche Prüfung eines Messgeräts in periodischen Abständen nach Ablauf der Eichgültigkeit.

Montageaufträge für Subunternehmer lassen sich mit der eigens entwickelten Software Datendrehscheibe steuern oder die Zähler und Messsysteme in Eigenleistung montieren. Der Messsystem-Operator arbeitet mit Standardschnittstellen und kann unabhängig vom ERP- bzw. Abrechnungssystem des Kunden eingesetzt werden. Mit Blick auf das novellierte EnWG treibt das Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (FNN) die Standardisierungsarbeit voran.

Im Projekt „MessSystem 2020“ haben mehr als einhundert Experten und Fachleute, darunter sind Hersteller, Energieversorger sowie Netz- und Messstellenbetreiber, die technischen Spezifikationen für ein zukunftsfähiges standardisiertes Messsystem mit interoperablen und austauschbaren Komponenten wie Basiszähler (intelligente Zähler) und Smart Meter Gateways erarbeitet.

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