Steckverbinder IDIoT oder der Ausweis (ID) zum Internet der Dinge (IoT)

Autor / Redakteur: Herbert Endres * / Kristin Rinortner

Weg vom klassischen Steckverbinder hin zum System-Lösungsansatz – das waren in der Vergangenheit die logischen Entwicklungsschritte bei Molex. Schritte, die mit dem Trend zum IoT konform laufen.

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Internet der Dinge: Die Chance, durch Integration von Elektronik aus dem "dummen" Steckverbinder intelligente Schnittstellen zu schaffen. Im Bild Kabelstecker in 10GbE X-Kodierung.
Internet der Dinge: Die Chance, durch Integration von Elektronik aus dem "dummen" Steckverbinder intelligente Schnittstellen zu schaffen. Im Bild Kabelstecker in 10GbE X-Kodierung.
(Bild: VBM-Archiv)

Zugegebenermaßen eine idiotische Überschrift, die Ihnen den Artikel ins Gedächtnis rufen soll, wenn wieder einmal so ein „Idiot“ die linke Fahrspur blockiert. Was ist es nun, das Internet der Dinge?

Der Begriff wurde 1999 von Kevin Ashton, einem britischen Pionier bei RFID-Netzen geprägt. Dort begann die Idee, den Dingen Eigenschaften und Betriebszustände zuzuweisen. Wir kennen das aus der Automobilindustrie wo integrierte RFID-Tags, welche z.B. die Farbe eines Kofferraumdeckels beinhalten, diesen dem zu montierenden Fahrzeug zuweisen.

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Ist einmal ein derartiges Ding kodiert, dann kann man diese Informationen je nach Produktionsfortschritt überschreiben, man kann sie in einem Netzwerk speichern, kann aus Komponenten die Überwachungsebene auf Baugruppen übertragen und kommt dadurch zu einem Abbild eines Gesamtsystems, welches im vorliegenden Fall ein Automobil ist. Gleiches könnte für eine Fertigungsanlage, ein Gebäude oder Ihre Wohnung funktionieren!

Selbstverständlich können diese Informationen hilfreich oder sogar notwendig sein für die Logistik (Transport, Lagerhaltung und Bereitstellung), für die Herstellung (Behandlungsvorschriften, Montageanweisungen, Robotersteuerung), für Wartung und Service (Ersatzteilidentifikation, Reparaturanweisungen, Systemschwachstellen und daraus resultierende Produktverbesserungen), für den Lebensdauerzyklus (Produkthaftpflicht und -versicherung bis hin zur Stilllegung und dem Recyceln mit Hilfe von Informationen über die Inhaltsstoffe) … und das alles papierlos (die Datenspeicherhersteller freuen sich!).

Wir wollen aber auch die Negativseite des Internets der Dinge nicht verschweigen: Mit einem derartigen Produkt sitzen wir im Glashaus und Kriminelle werden auch vor dem Verfälschen der Daten Ihres Produktes nicht halt machen. Aber wenden wir uns den positiven Aspekten des Internets der Dinge zu.

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