Flash-Speicher

Ideal für mobile Endgeräte

18.08.2006 | Redakteur: Jan Vollmuth

„Bei der Haltbarkeit eines Flash-Speichers spielt die Produktqualität eine wesentliche Rolle“, Bernd Dzeja, Marketing Director COS Memory
„Bei der Haltbarkeit eines Flash-Speichers spielt die Produktqualität eine wesentliche Rolle“, Bernd Dzeja, Marketing Director COS Memory

Die Datenmengen, die auf mobilen Endgeräten verarbeitet und gespeichert werden, steigen rasant. Der Speicher-Hersteller und -Distributor COS Memory sieht Flash-Speicher für viele Anwendungen

Die Datenmengen, die auf mobilen Endgeräten verarbeitet und gespeichert werden, steigen rasant. Der Speicher-Hersteller und -Distributor COS Memory sieht Flash-Speicher für viele Anwendungen im Vorteil.

„Ein wesentlicher Pluspunkt der Flash-Speicher liegt buchstäblich auf der Hand: Während eine übliche SD-Karte etwa zwei Gramm wiegt und 24 mm × 32 mm × 2,1 mm groß ist, wiegen Mini-Festplatten in der Regel ein Vielfaches und brauchen erheblich mehr Platz“, erklärt Bernd Dzeja, Marketing Director COS Memory. Und: Der Preis für Flash-Speicher im einstelligen GByte-Bereich – und der ist für typische Consumer-Produkte noch auf längere Sicht relevant – liege deutlich unter dem einer Mini-Festplatte. Hinzu komme, dass Flash-Speicher wesentlich weniger anfällig sind für mechanische Belastungen – ein wesentlicher Punkt gerade im mobilen Einsatz, meint der Manager des Speicherherstellers.

Zwar würden Festplatten diese Nachteile unter anderem durch größere Speicherkapazitäten wettmachen, doch Flash-Medien holten auf: Vor allem, weil es produktionstechnisch schwieriger ist, die Datendichte von Festplatten weiter zu steigern. Dagegen seien die Kapazitätsreserven bei Flash-Speichern durch geringere Leitungsabstände und Stacking (Stapeln) mehrerer Speicherchips übereinander noch längst nicht ausgereizt, erklärt Dzeja. Mini-Festplatten der jüngsten Generation würden zwar bis zu 12 GByte Speicherkapazität bieten, aber schon 2007 kämen voraussichtlich SD-Karten mit 16 GByte auf den Markt – mit geringerem Stromverbrauch, weniger Platzbedarf und niedrigerem Gewicht.

Sicher ist: Die Kapazitätserweiterung bei Mini-Festplatten sei in den vergangenen Jahren deutlich langsamer vorangeschritten als bei Flash-Speichern, so der Manager. Und nach derzeitigem Stand der Dinge würde sich diese Entwicklung auch künftig fortsetzen.

Die Haltbarkeit von Flash-Speicher beträgt viele Jahre

Dass Flash-Karten mit USB-Schnittstelle oder einem kleinen Steckplatz auskommen, mache ihre Einbindung einfach und kostengünstig. Zumal klassische Festplattenschnittstellen heute im praktischen mobilen Einsatz keinen wirklichen Vorteil mehr böten. Zwar ist der Datendurchsatz etwa über S-ATA rein physikalisch schneller, das sei jedoch für Consumer-Anwendungen in der Regel irrelevant. Im Vorteil sind die klassischen Festplatten-Schnittstellen lediglich bei sehr umfangreichen Dateien oder etwa aufwändigen PC-Spielen – Anwendungen, die nach Meinung von Dzeja für mobile Endgeräte kaum in Betracht kommen.

Bleibe die Frage der Haltbarkeit von Flash-Speicherzellen: Multi-Level Cell (MLC) Flash-Speicher schaffen 10 000 bis 100 000 Schreib-/Löschzyklen, Single-Level Cells (SLC) zwischen 100 000 und einer Mio. Schon die unterste Grenze von 10 000 Zyklen reiche aus, um im Verbund mit der Arbeit des Controllers auf einer 256-MByte-Karte etwa 2,5 Mio. Fotos mit je vier Megapixeln Größe auf einer Flash-Speicherkarte abzulegen, aufzurufen und zu überschreiben – das sind sieben Jahre lang täglich rund tausend Bilder, rechnet Bernd Dzeja vor und meint: „Nach dieser Zeit ist ein Endgerät längst veraltet, und die Flash-Speichertechnologie hat sich in Sachen Kapazität und Geschwindigkeit vervielfacht.“

COS Memory, Tel. +49(0)6041 9680

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