Partnerschaft

IBM und ARM gehen Hand in Hand ins IoT

| Redakteur: Franz Graser

Die mbed-Plattform von ARM: Sie soll es ermöglichen, viele Vorgänge und Prozesse zu automatisieren, die derzeit noch händisch erledigt werden müssen, da es noch Medienbrüche zwischen den Geräten und dem Backend in der Cloud gibt.
Die mbed-Plattform von ARM: Sie soll es ermöglichen, viele Vorgänge und Prozesse zu automatisieren, die derzeit noch händisch erledigt werden müssen, da es noch Medienbrüche zwischen den Geräten und dem Backend in der Cloud gibt. (Bild: ARM)

Der IT-Konzern IBM und der Chipdesigner ARM bündeln ihre Kräfte für das Internet der Dinge. IBM erweitert seinen Cloud-Dienst IoT Foundation und bindet Anwendungen ein, die auf der Embedded-Plattform mbed von ARM basieren.

Zukünftig lassen sich mbed-fähige Chips automatisch mit der IBM-Cloud verbinden, um die dortigen Analyse-Services flexibel zu nutzen. Aufgrund der Vereinbarung der beiden Unternehmen basieren die IoT-Anwendungen auf einer einheitlichen Plattform. Krisztian Flautner, General Manager für das IoT-Business bei ARM, sagte, durch die Zusammenarbeit mit Big Blue erhielten die Kunden eine einheitliche Entwicklungsumgebung für den Einstieg in die vernetzte Welt.

Darüber hinaus kündigte IBM mit IoT for Electronics den ersten Service einer Reihe Cloud-basierter und industriespezifischer Dienste an. Mit IoT for Electronics können Hersteller von Elektronikgeräten die Messdaten einzelner Sensoren erfassen und für die Echtzeit-Analyse mit anderen Daten kombinieren.

Mit Hilfe der ARM-Partnerschaft und der daraus resultierenden Services lassen sich elektronische Geräte wie Sensoren und Controller einfacher mit der Cloud vernetzen und binnen kurzer Zeit neue Anwendungen und Apps entwickeln. Beispielsweise werden Sensoren mit vorausschauenden Analysen kombiniert, um etwa Fehlfunktionen von Geräten und Maschinen in Echtzeit zu erkennen und zu beheben. Die IoT-Verknüpfung löst dann etwa einen Alarm aus, wenn eine Waschmaschine defekt ist, ein Auto zur Wartung muss oder eine Produktionsanlage fehlerhaft läuft.

Die Partnerschaft zwischen Big Blue und ARM wurde im Vorfeld der Herbstmessen IFA in Berlin und IAA in Frankfurt bekanntgegeben. „Auf der IFA und IAA zeigen und erläutern wir den Messebesuchern, wie unsere Partnerschaft mit ARM den Weg in die IoT-Welt ebnet“, sagt Niklaus Waser, Direktor IoT / Industrie 4.0 bei IBM.

„Egal ob es die Waschmaschine, das Auto oder eine Fertigungsanlage ist: Wir verbinden den Chip mit der Cloud, um Daten unterschiedlicher elektronischer Geräte zu speichern und während des Betriebs auszuwerten. Ziel ist es, dank dem Internet der Dinge die Produktivität und Lebensdauer von Geräten und Maschinen zu erhöhen“, so Waser weiter.

Industrial Security Day am 7. Oktober

Der erste Tag des diesjährigen IoT-Kongresses befasst sich mit dem Thema „Industrial Security“: Angesichts digitaler Schädlinge wie Stuxnet & Co. hat der Schutz von Industrieanlagen gegen Angreifer aus dem Netz höchste Priorität. In seinem Grundlagenseminar vermittelt Christian Gresser, Gründer der NESEC – Gesellschaft für angewandte Netzwerksicherheit – die Basics. Darauf aufbauend gibt Günther Fischer vom Karlsruher Technologieanbieter Wibu-Systems Informationen zum IP-Schutz.

Anhand eines realen Fallbeispiels stellt Heiko Rudolph, Geschäftsführer von admeritia IT-Security, die sichere Einführung von Industrie 4.0 vor. Mit einer interaktiven Simulation zum Schutz industrieller Einrichtungen (KIPS – Kaspersky Industrial Protection Simulation) vertieft Michael Hirschmann von Kaspersky diese Inhalte und schärft den Blick für die Prioritäten. Das Programm finden Sie auf www.iot-kongress.de.

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