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Storage-Systeme IBM investiert 1 Milliarde Dollar in Flash-Technologie

| Redakteur: Holger Heller

Um die Flash-Speichertechnik weiter zu verbreiten, kündigt IBM neue Lösungen an, damit Unternehmen die wachsenden Herausforderungen beim Datenverkehr bewältigen können. Investitionen und Kompetenzzentren sollen Flash weiter voranbringen.

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Ambuj Goyal, IBM Systems & Technology Group: Flash-Technologie hilft, den Zusammenfluss von Big Data, Social-, Mobil- und Cloud-Technologien zu beschleunigen
Ambuj Goyal, IBM Systems & Technology Group: Flash-Technologie hilft, den Zusammenfluss von Big Data, Social-, Mobil- und Cloud-Technologien zu beschleunigen
(Bild: VBM-Archiv)

Flash, die effiziente, wiederbeschreibbare Speichertechnologie, kann die Antwortzeiten der Informationsbeschaffung in Server-und Storage-Systemen von Milli- auf Mikrosekunden beschleunigen – um Größenordnungen schneller. Da sie keine beweglichen Teile enthält, ist die Technologie auch zuverlässiger, langlebiger und energieeffizienter als sich drehende Festplatten.

Solche Vorteile haben dazu geführt, dass Flash heute die Consumerelektronik durchdringt und in fast alles vom Handy bis zum Tablet-Computer eingebaut wird. Im gleichen Maß, wie Organisationen mit schnell ansteigenden Datenmengen kämpfen sowie mit einer wachsenden Nachfrage nach schnelleren analytischen Einsichten und steigenden Energiekosten im Rechenzentrum, ist Flash zu einer wichtigen Voraussetzung für Unternehmen geworden.

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„Die Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit von Flash sind an einem Punkt angelangt, an dem die Technologie große Auswirkungen auf Unternehmen, insbesondere für transaktionsintensive Anwendungen haben kann“, sagte Ambuj Goyal, General Manager, Systems Storage, IBM Systems & Technology Group. „Der Zusammenfluss von Big Data, Social-, Mobil- und Cloud-Technologien schafft ein Umfeld, in dem Unternehmen schneller und effizienter Zugang zum wirtschaftlichen Vorgehen haben sollten. Flash-Technologie hilft, damit dieser Zugang schnell zur Verfügung steht.“

Investitionen in neue Flash-Lösungen

Zur Beschleunigung dieses Übergangs gab IBM bekannt, 1 Mrd. US-$ in Forschung und Entwicklung zu investieren, um neue Flash-Lösungen in sein wachsendes Portfolio von Servern, Storage-Systemen und Middleware zu integrieren.

Als Teil dieses Engagements hat das Unternehmen auch Pläne angekündigt, 12 Kompetenzzentren rund um den Globus zu eröffnen. Diese Einrichtungen können es Kunden ermöglichen, Proof-of-Concept-Szenarien mit realen Daten ablaufen zu lassen, um die projizierten Performance-Gewinne, die mit IBMs Flash-Lösungen erreicht werden können, genauer zu messen.

Kunden können aus erster Hand erleben, wie IBM Flash-Lösungen in Echtzeit Entscheidungsgrundlagen für operative Vorgänge liefern können, und die Leistung von geschäftskritischen Workloads wie die Verarbeitung von Kreditkarten, Börsengeschäften, Fertigungsprozessen und von Auftragsabwicklungssystemen gesteigert werden kann. Die Kompetenzzentren werden voraussichtlich bis Ende des Jahres in Betrieb gehen in China, Frankreich, Deutschland, Indien, Japan, Singapur, Süd-Amerika, Großbritannien und den USA.

Flash-System ist 20 mal schneller als Festplatten

IBM hat heute auch die Verfügbarkeit der IBM FlashSystem-Linie der Flash-Storage-Appliances angekündigt, die auf der Technologie von Texas Memory Systems basieren. IBM FlashSystem ermöglicht Unternehmen schnellen Zugriff auf die Vorteile von Flash. Das IBM FlashSystem 820, zum Beispiel, hat die Größe einer Pizza-Box, aber ist 20 mal schneller als sich drehende Festplatten und kann bis zu 24 Terabyte an Daten speichern – mehr als die doppelte Menge an gedruckten Informationen in der US Library of Congress.

Anwender der IBM FlashSystems haben eine bis zu 90-prozentige Reduktion in der Transaktionszeit für Anwendungen im Bereich der Branchen Banken, Handel und Telekommunikation erlebt; eine bis zu fünfundachtzigprozentige Reduzierung war bei der Batch-Verarbeitung und in Anwendungen wie Enterprise-Resource-Planning und Business Analytics beobachtbar. Dazu war eine bis zu 80-prozentige Senkung des Energieverbrauchs in Rechenzentrumskonsolidierungen und bei Cloud-Implementierungen beobachtbar

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