Hyperloop – Elon Musk will noch 2018 öffentliche Testfahrten starten

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Musks jüngsten Tweets zufolge ist die erste Hyperloop-Teststrecke in Los Angeles fast fertig und soll noch 2018 in den Testbetrieb gehen.
Musks jüngsten Tweets zufolge ist die erste Hyperloop-Teststrecke in Los Angeles fast fertig und soll noch 2018 in den Testbetrieb gehen. (Bild: The Boring Company)

Ob als Tesla-Boss oder "The Boring Company"-Chef – Elon Musk kritisiert, schimpft, lobt und kündigt öffentlichkeitswirksam an wie kaum ein Zweiter. Musks neuester Streich: Noch im Dezember 2018 will er mit öffentlichen Testfahrten beginnen. Und zwar nicht mit einem neuen Tesla-Modell, sondern mit seinem Hyperloop-Projekt in Los Angeles.

Die Vorstellung, eine neue Etappe der menschlichen Fortbewegung zu erreichen, fasziniert sowohl die Gesellschaft im Allgemeinen als auch die Entwickler im Besonderen. Kein Wunder also, dass die Entwicklung des Hyperloops eine stetig steigende mediale Aufmerksamkeit erfährt. Doch Berichte über immer wieder verschobene Testfahrten, technische Schwierigkeiten sowie die langwierige Erarbeitung grundsätzlicher Sicherheitsregulationen ließen zuletzt Zweifel an einer zeitnahen Realisierung aufkommen.

Nun hat sich kürzlich wieder einmal Elon Musk auf Twitter zu Wort gemeldet und sich zum ersten Hyperloop-Tunnel in Los Angeles geäußert. Obgleich frühere Tweets des südafrikanischen Unternehmers oftmals als vorschnell oder unüberlegt einzuordnen waren, scheint es diesmal Grund zur Vorfreude zu geben: Musks jüngsten Tweets zufolge ist die erste Teststrecke in Los Angeles fast fertig und soll noch in diesem Jahr, Mitte Dezember, für öffentliche Testfahrten zum Einsatz kommen.

Ab 2020 kommerziell zwischen Abu Dhabi und Dubai'?

Fortschritte dieser Größenordnung sind es, die Tesla-Gründer Musk bereits seit Beginn des Projekts anstrebt. Der Plan: umweltfreundliches Reisen in Rekordgeschwindigkeit. Zurückgelegt werden sollen Distanzen von über 500 Kilometer in knapp einer halben Stunde – also mit über 1.000 km/h.

Dies soll in durch Unterdruck beförderten Magnetschwebebahnen innerhalb eines Tunnelsystems geschehen, deren Energiebedarf durch Solarstrom abgedeckt würde. Passagiere des Hyperloops fänden Platz in sogenannten Kapseln, deren Innenausstattung an jene bestehender Passagiertransportmittel erinnert.

In seinem 2013 veröffentlichten Whitepaper rief Musk Ingenieure weltweit dazu auf, sich der Entwicklung des zukunftsweisenden Verkehrsmittels zu widmen. Inzwischen verfolgen dieses Ziel vier große Unternehmen, darunter Hyperloop TT, welches die diesjährige Installation einer 300 Meter langen Teststrecke in Frankreich vorsieht. Hyperloop One hingegen feilt an der Entwicklung einer ersten kommerziell nutzbaren Hyperloop-Strecke, die ab 2020 zwischen Abu Dhabi und Dubai verlaufen soll.

Das Projekt Hyperloop kommt demnach keineswegs zum Stillstand – im Gegenteil: Die rasante Entwicklung der vergangenen fünf Jahre lässt auf die Erreichung nicht weniger bedeutender Stationen in der Zukunft schließen. Es lohnt sich also, den Weg des spektakulären Fortbewegungsmittels weiter zu verfolgen.

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