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Hochschule Esslingen HydroSmart fährt mit 704 in Reihe geschalteten Akkus

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Rund 15 Monate haben die Entwickler des Instituts für Brennstoffzellentechnik am HydroSmart geplant, konstruiert und getüftelt. Seine Antriebsleistung konnte gegenüber seinem Vorgängermodell gesteigert werden. Entstanden ist das Projekt in einer Zusammenarbeit mit Daimler und verschiedenen Sponsoren.

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Projektleiter Martin Ziegler (vorn) lädt Christian Mohrdieck von Daimler zur ersten Probefahrt ein. Bild: Fetzer
Projektleiter Martin Ziegler (vorn) lädt Christian Mohrdieck von Daimler zur ersten Probefahrt ein. Bild: Fetzer
( Archiv: Vogel Business Media )

Im März soll das Fahrzeug beim nächsten Michelin Challenge Bibendum teilnehmen. Ein bisschen Arbeit hat das Projektteam um Prof. Hugo Gabele, Prof. Ferdinand Panik und Projektleiter Martin Ziegler aber noch vor sich.

Der eigentliche Brennstoffzellenantrieb muss noch eingebaut werden. Alle notwendigen Vorbereitungen sind gemacht. Noch fährt der HydroSmart mit Elektroantrieb. Das wird später auch teilweise der Fall sein, denn durch die geschickte Kombination aus Brennstoffzelle und einem speziell entwickelten Akku-Pack kann Energie gespart und je nach Bedarf gespeichert oder abgegeben werden.

Dank der Technik kann beispielsweise beim Bergabfahren Energie zurück gewonnen und gespeichert werden.

Lithium-Ionen-Pack wurde selbst entwickelt

Während der Entwicklungszeit wurde die Leistung des bereits in den vergangenen Jahren entwickelten Systems erheblich gesteigert. Mit einem 60 kW/Spitze 90-kW-Elektro-Motor und einem 60-kW/20-kW-Lithium-Ionen-Pack Marke Eigenbau ist es in dieser Form einzigartig. Es wurden 704 flache Akkus in Reihe geschaltet und speichern Energie. Das ist ausreichend, um mit dem HydroSmart durch Esslingen zu fahren

„Das Interesse der Studierenden an alternativen Antrieben ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen“, sagte Prof. Ferdinand Panik. Die jungen Entwickler beschäftigen sich viel mit der Zukunft und haben erkannt, dass neue Antriebstechniken für kommende Generationen wichtig seien.

Aktuelles Smart-Modell diente als Plattform

Neben Firmenvertretern und interessierten Studierenden hat sich einer den HydroSmart ganz genau angeschaut und war von den Vorträgen der Entwicklergruppe sichtlich beeindruckt: Prof. Johann Tomforde. Er gilt als der „Urvater des Smart“. Unter seiner Leitung entstand der erste Smart Fortwo, der 1998 seine Markteinführung feierte und das Straßenbild nachhaltig prägte. Als Plattform für den Hydrosmart der Hochschule diente das aktuelle Modell, das einige Zentimeter länger ist. „Platz, den wir gut brauchen konnten“, freut sich Projektleiter Martin Ziegler.

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