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Hybridkette aus Stahl und Kunststoff spart 50 Prozent an Gewicht

| Redakteur: Kristin Rinortner

Eine hybride Energieführung aus Stahl und Kunststoff bewältigt leicht lange freitragende Wege, ist schnell zu öffnen und zu schließen. Dank des Einsatzes von Hochleistungspolymeren ist die Hybridkette darüber 50% hinaus leichter als Standard-Versionen.

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Sicher in die Höhe: Die Hybrid-Energiekette ist dank Hochleistungspolymeren 50 Prozent leichter als herkömmliche Stahlketten und durch ihren modularen Aufbau leicht zu warten.
Sicher in die Höhe: Die Hybrid-Energiekette ist dank Hochleistungspolymeren 50 Prozent leichter als herkömmliche Stahlketten und durch ihren modularen Aufbau leicht zu warten.
(Bild: igus)

Leitungen und Schläuche in die Höhe sicher führen: Für solche Einsätze hat igus seine erste Kunststoff-Stahl-Hybridkette entwickelt. Die Energieführung mit dem Namen YE.42 ist dank Hochleistungspolymeren 50% leichter als herkömmliche Stahlketten und sorgt für 50% mehr freitragende Längen als Energieketten aus Kunststoff. Die Hybridlösung besitzt eine besonders hohe Steifigkeit und ist durch ihren modularen Aufbau einfach zu montieren und zu warten. So können Betreiber beispielsweise von Arbeitsbühnen oder auch Senkrechtliften auf ein sicheres, leichtes, kostengünstiges und schnell austauschbares System zurückgreifen.

Die Anwendungen in Hubsteigern, Baumaschinen und Hebebühnen haben eine Herausforderung gemeinsam: eine sichere und kompakte Führung der Leitungen und Schläuche in die Höhe. Für solche Szenarien setzen Anwender meist auf robuste und steife Stahlketten. Diese sind jedoch sehr schwer, aufwändig zu montieren und müssen bei Wartungs- oder Reparaturbedarf häufig komplett getauscht werden.

Dies bedeutet für Maschinenbetreiber und Verleiher immense Kosten durch einen Gerätestillstand. Daher hat igus jetzt speziell für hohe freitragende Wege eine Hybrid-Energiekette entwickelt. Die tragenden Kettenglieder der Energieführung bestehen aus Stahl und sorgen so für eine hohe Steifigkeit, während die Bolzen/Bohrung-Verbindung, die Außenlaschen und die Öffnungsstege komplett aus einem tribologisch optimierten Kunststoff gefertigt sind. Damit spart der Anwender – im Gegensatz zu einer Stahlkette – 50% Gewicht ein. Im Vergleich mit einer Energiekette aus Kunststoff lassen sich mit der neuen Hybrid-Energiekette 50% mehr freitragende Länge realisieren.

Schnell montiert und gewartet durch modularen Aufbau

Ein weiterer Vorteil der Energiekette liegt in ihrer Modularität. Die Glieder sind einfach zusammensteckbar und lassen sich so schnell montieren. Durch den modularen Aufbau verzichtet der Kölner Hersteller komplett auf Schrauben, Nieten oder Bolzen, die sich unter Vibrationen lösen können.

Leitungen sind durch die aufklappbaren Öffnungsstege auch schnell austauschbar gegenüber klassischen Stahlketten, die meist komplett vernietet oder verschraubt sind. Ihre Stabilität erreicht die Kette zusätzlich durch einen Hintergriff zur Verriegelung der Glieder. Für den Innenraum der Energiekette gibt es ein breites Angebot von Innenaufteilungselementen für eine leitungs- und schlauchschonende Unterteilung.

Direkt anschlussfertig mit Systemgarantie

Die Hybrid-Energiekette ist derzeit mit einer Innenhöhe von 42 mm und einer Breite von 50 bis 400 mm mit einem Biegeradius von 100 mm verfügbar. Weitere Größen sind auf Anfrage erhältlich. Die Energieführung ist auch als fertig konfektioniertes readychain-System mit energiekettentauglichen und getesteten chainflex-Leitungen, Hydraulikkomponenten sowie Schläuchen und Schlaucharmaturen verfügbar.

Alle chainflex-Leitungen besitzen aufgrund zahlreicher Tests unter realen Bedingungen im hauseigenen 3800 Quadratmeter großen Testlabor eine Garantie von 36 Monaten.

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