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Hybridantriebe Hybrid-Lokomotive im Audi Werk Ingolstadt

| Autor: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Audi baut seine nachhaltige Transportlogistik aus und setzt im Audi Werk Ingolstadt eine 1000 PS starke Hybrid-Lokomotive ein. Diese transportiert Komponenten und fertige Audi-Modelle leiser, effizienter und sauberer als herkömmliche Lokomotiven.

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Dieser Audi fährt auf Schienen: Eine 1000 PS starke Plug-in-Hybrid-Lokomotive der Firma Alstom ersetzt ab sofort am Audi-Standort Ingolstadt die bisherige Werklokomotive.
Dieser Audi fährt auf Schienen: Eine 1000 PS starke Plug-in-Hybrid-Lokomotive der Firma Alstom ersetzt ab sofort am Audi-Standort Ingolstadt die bisherige Werklokomotive.
(Bild: Audi)

Eine 1000 PS starke Plug-in-Hybrid-Lokomotive der Firma Alstom ersetzt ab sofort am Audi-Standort Ingolstadt die bisherige Werklokomotive. So gelangen Komponenten und fertige Audi-Modelle klimaschonender zu den Entladestellen im Werk.

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„Unser Ziel ist eine rundum nachhaltige Logistik“, betont Johann Schmid, Leiter der Audi-Werkeisenbahn Ingolstadt. „Die neue Bahntechnik sorgt für einen wirtschaftlichen, energieeffizienten und emissionsreduzierten Schienentransport. Verbunden mit modernster Fahrwerkstechnik setzt die Plug-in-Hybrid-Lokomotive neue Maßstäbe im Rangierdienst und Schienengüterverkehr.“

Werk-Lokomotive kommt im Jahr auf 3800 Betriebsstunden

18 km Eisenbahnschienen verlaufen durch das komplette Automobil-Werk Ingolstadt. Täglich kommen 15 Güterzüge am Ingolstädter Nordbahnhof für Audi an – beladen mit Pressteilen, Motoren und Getrieben sowie auslieferungsbereiten Autos aus anderen Audi-Standorten. Ebenso treten in Ingolstadt produzierte Automobile per Bahn ihre Reise zum Kunden an. 17 Audi-Lokführer arbeiten bei der Werkeisenbahn. Sie ordnen unter anderem die Waggons verschiedenen Hallen zu. Eine Werk-Lokomotive absolviert täglich bis zu 75 Rangiervorgänge und kommt im Jahr auf durchschnittlich 3800 Betriebsstunden.

Bis zu zwei Stunden am Stück rein elektrisch unterwegs

Die neue Plug-in-Hybrid-Lok fährt emissionsfrei in die Hallen und kann bis zu zwei Stunden am Stück rein elektrisch unterwegs sein. Ihre Batterie wird in den Pausen über einen Plug-in-Stecker mit CO2-frei produziertem Strom geladen oder während der Fahrt über ein Dieselaggregat unterstützt. Hybrid-Loks sind deutlich leiser und der CO2-Ausstoß vermindert sich im Vergleich zu den herkömmlichen Loks im Werk um die Hälfte. So stößt die Plug-in-Hybrid-Lok pro Jahr bis zu 60 Tonnen weniger CO2 aus. Für den Standort Ingolstadt ist dies ein weiterer Baustein auf dem Weg zur CO2-neutralen Fabrik.

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Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Redakteur, ELEKTRONIKPRAXIS - Wissen. Impulse. Kontakte.