Post-Drohne Hunderte Drohnen sollen Post in entlegene britische Gebiete bringen

Quelle: dpa

Mit Hunderten Drohnen will die Royal Mail künftig die Post in abgelegene Gebiete wie die schottischen Shetland-Inseln in der Nordsee und die südwestenglischen Scilly-Inseln fliegen. In den kommenden drei Jahren sollen 50 neue Routen eingeführt werden, wie die BBC am Donnerstag berichtete.

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Post-Drone: Unbemannte Lieferflugzeuge der Firma Windracers sollen künftig für die britische Royal Mail Post und Pakete un entlegene Gebiete wie die Shetlands oder Orkney Islands transportieren.
Post-Drone: Unbemannte Lieferflugzeuge der Firma Windracers sollen künftig für die britische Royal Mail Post und Pakete un entlegene Gebiete wie die Shetlands oder Orkney Islands transportieren.
(Bild: Royal Mail)

Nach diversen Tests auf der 66 Kilometer weiten Strecke zwischen dem Shetland-Flughafen Tingwall und Unst, der nördlichsten bewohnten britischen Insel, möchte die Royal Mail Pläne für den Transport von Post in entlegenere Gebiete bald in die Tat umsetzen: Nach Berichten der BBC will der britische Postdienst 200 Drohnen innderhalb der nächsten drei Jahre in Betrieb nehmen, um Post und Pakete zu entlegenen Gebieten wie den Shetland-, Scilly- oder Orkney-Inseln zu transportiern. Letztendlich könne man sich sogar eine Flotte von bis zu 500 autonomen Postflugzeugen vorstellen.

Kein Tür-zu-Tür-Dienst, sondern Transport zu Zustellern

Die Postboten sollen die Drohnen nicht ersetzen: Eine Haustür-Lieferung ist nicht geplant, da die unbemannten Flugkörper nicht auf der Stelle schweben können. Vielmehr sollen sie große Ladungen transportieren, die vor Ort dann ausgeliefert werden. Die britische Flugaufsicht muss dem Drohnen-Einsatz noch zustimmen.

Die Transportdrohnen stammen von der britischen Firma Windracers, der mit der Royal Mail eine Partnerschaft eingegangen ist. Mit einer Flügelspannweite von 10 Metern sind die autonomen Fluggeräte recht groß. Sie können 100 Kilogramm Gewicht bis zu 1000 Kilometer weit liefern.

Ursprünglich waren sie für die Lieferung von Hilfsgütern in Afrika gedacht, wie der Chef des Drohnenprogramms bei der Royal Mail, Chris Paxton, sagte. „Sie ähneln stark einem kleinen Flugzeug. Der einzige Unterschied ist, dass kein Pilot an Bord ist.“ Die Drohnen seien aber umweltfreundlicher, mit 30 Prozent weniger Emissionen als ein vergleichbares gesteuertes Flugzeug. Und sie seien auch schneller und flexibler als Fähren. Zudem seien sie weniger von schlechtem Wetter abhängig und könnten durch Nebel fliegen.

Ein deutsche Postdienst per Drohne ist nicht (mehr) in Planung

Die Deutsche Post hatte ihr Paketdrohnen-Entwicklungsprojekt „Paketkopter“ nach mehrjähriger Testphase im Sommer 2021 eingestellt. Zustellungen mit Paketdrohnen in Deutschland seien nicht geplant, hieß es damals.

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