Zubehör für Raspberry Pi & Co.

Holen Sie alles heraus aus Raspberry Pi, Arduino & Co.

Seite: 3/4

Firma zum Thema

EXPLORE NFC – Nahfeldkommunikation für Raspberry Pi & Co

Das Schnittstellenboard EXPLORE NFC von Farnell/NXP (rund 23 Euro) ist konform zu den NFC-Modi-Reader, P2P und Card Emulation. Es eignet sich etwa für Automatisierung, Industrie-, Consumerprodukte und Haushaltsgeräte. EXPLORE NFC basiert auf der Semiconductor-PN512-Lösung von NXP.

Der PN512-Transceiver für kontaktlose Kommunikation arbeitet im 13,56-MHz-Bereich. Er beinhaltet eine integrierte Hochleistungsantenne und wird mit einem umfangreichen Softwarepaket (libnfc) unterstützt. Zudem bietet das EXPLORE-NFC-Board eine flexible SPI-Schnittstelle. Allerdings sind nur die Treiber für den Raspberry Pi enthalten, so Farnell element14. SPI-Treiber für andere Geräte müssen individuell entwickelt werden.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 79 Bildern

Das Board lässt sich auch im I²C-Modus verwenden, allerdings ist hier der Raspberry Pi in der NXP Reader Library nicht enthalten. Mögliche Anwendungen des EXPLORE NFC sind etwa das Auslesen von Messgeräten und Kundenkarten sowie kontaktlose Zahlungen. Denn durch die starke Verbreitung von NFC-Smartphones haben sich neue Einsatzbereiche für berührungslose Reader ergeben, etwa in der Automatisierung, Industrie, bei Haushaltsgeräten, Endverbrauchern, Messen, Computer, Gesundheit, Automotive und Spielen.

Raspberry Pi und RaspBee als Funk-Lichtsteuerung

Das Duo Raspberry Pi und RaspBee steuert die Beleuchtung hunderter Zigbee-Geräte standortunabhängig via Smartphone. Als Zigbee-Erweiterungsplatine für den Raspberry Pi (rund 38 Euro) ermöglicht RaspBee nicht nur die Kommunikation mit den Funk-Vorschaltgeräten von dresden elektronik sondern auch direkt mit Zigbee-PRO-Geräten anderer Hersteller wie der Philips hue oder XBee Serie2.

Das Aufsteckmodul (Shield) RaspBee inklusive Software-Paket ist im Onlineshop von dresden elektronik erhältlich und zwar in den Varianten `premium´ (rund 57 Euro) für maximal 200 Knoten für Wireless-Light-Control-Anwendungen und `basic´ (rund 36 Euro) für maximal fünf Knoten.

Die Firmware des Shields unterstützt neben Zigbee Light Link (ZLL) auch andere Zigbee-Profile. Angeschlossen an einen WiFi-Router eröffnet der Raspberry Pi mit dem RasBee-Shield damit für Smartphones und Tablets den Zugang zu Zigbee-Geräten. Obwohl das RaspBee bereits mit einer Zigbee-Firmware ausgeliefert wird, kann das Aufsteckmodul auch für andere Zwecke genutzt und eigene Firmware entwickelt werden.

Durch seine freie Programmierbarkeit und die perspektivisch zunehmende Unterstützung durch bekannte Protokollstacks ist der RaspBee prinzipiell für jegliche IEEE 802.15.4-basierende Funkkommunikation einsetzbar und damit nicht auf die Lichtsteuerung limitiert. Aufgrund des integrierten Bootloadermechanismus lässt sich jede beliebige Firmware ohne zusätzliche Programmieradapter auf den RasBee übertragen. Taktgeber ist der ATmega256RFR2 von Atmel; die Reichweite beträgt mit Leistungsverstärker bis zu 500 Meter.

Den RaspBee gibt es auch als RaspBee Gateway (rund 223 Euro). Diese Variante enthält den Raspberry Pi und RaspBee premium in einem Gehäuse samt 1 m Ethernetkabel. Desweiteren eine SDHC-Karte mit Software und vorkonfiguriertem Betriebssystem. Das RaspBee Gateway ist weltweit einsetzbar dank Netzteil mit Weitbereichseingang und vier wechselbaren Clips.

(ID:42720100)

Über den Autor

 Margit Kuther

Margit Kuther

Redakteur, ELEKTRONIKPRAXIS - Wissen. Impulse. Kontakte.