Sample Return Robot Challenge "Hol das Stöckchen" auf NASA-Art

Redakteur: Peter Koller

Die NASA ist auf der Suche nach einem völlig autonom agierenden Roboter zum Einsammeln von Proben auf fernen Himmelskörpern einen großen Schritt vorangekommen. Beim Wettbewerb Sample Return Robot Challenge hat ein Teilnehmer erstmals zumindest den ersten Teil der Aufgabe gelöst.

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So sehen Sieger aus: Das Team Survey posiert mit seinem erfolgreichen Roboter und NASA-Offiziellen
So sehen Sieger aus: Das Team Survey posiert mit seinem erfolgreichen Roboter und NASA-Offiziellen
(NASA)

Bei der Sample Return Robot Challenge, die Ende vergangener Woche zum zweitenmal in Worcester, Massachusetts, stattfand, gewann das Team Survey aus Los Angeles ein Preisgeld von 5000 US-$ für die erfolgreiche Erfüllung des Level 1: Dabei mussten die Roboter auf dem Testgelände eine den Teilnehmern vorab bekannte Probe finden und innerhalb von 30 Minuten unbeschädigt zum Ausgangspunkt zurückbringen

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Nur wer das schafft, kommt in die zweite Runde: Dort geht es dann darum, unbekannte Proben verschiedener Schwierigkeitsklassen zu identifizieren und zwei davon innerhalb von zwei Stunden unbeschädigt nach Hause zu bringen. Da aber auch Survey das Level 1 erst im zweiten Anlauf geschafft hat, gab es in diesem Jahr wie auch schon bei der Premier 2012 keinen Level-2-Durchgang.

Dennoch sind die Verantwortlichen zufrieden: "Die Fortschritte im Vergleich zum Vorjahr zeigen deutlich, wie sich die Technologie weiterentwickelt hat und die Ziele, die wir mit diesem Wettbewerb verfolgen, sind in Reichweite", sagte Sam Ortega, Manager des NASA Centennial Challenges Prize Program.

In diesem Programm hat die NASA eine Reihe von Wettbewerben ausgeschrieben, um Forschung und Entwicklung in Hinblick auf bestimmte Problemstellungen auf eine möglichst breite Basis zu stellen. Für die Sample Return Robot Challenge, die gemeinsam mit dem Worcester Polytechnic Institute durchgeführt wurde, ist insgesamt eine Preissumme von 1,5 Millionen US-$ vorgesehen.

Bei der ersten Challenge vor einem Jahr war kein Preisgeld vergeben worden. Von ursprünglich elf angemeldeten Teams hatten es nur die oben genannten tatsächlich bis zum Wettbewerb geschafft. Nach einer gründlichen Inspektion der Robots stellte sich aber heraus, dass sogar nur ein einziger die strengen Regeln der Challenge erfüllte. Aber auch er scheiterte an der Aufgabe.

Angemeldet für den Wettbewerb hatten sich in diesem Jahr insgesamt elf Teams, davon neuen aus den USA und jeweils eines aus Kanada und Estland. Die Liste der Teilnehmer:

  • SpacePRIDE (Graniteville/South Carolina)
  • Survey (Los Angeles/Kalifornien)
  • Wunderkammer (Topanga/Kalifornien)
  • Intrepid (Lynnwood/Washington)
  • University of Waterloo (Ontario/Kanada)

Diese Gruppe war auch bereits bei der ersten Challenge im vergangenen Jahr am Start. Dieses Jahr hinzugekommen sind.

  • Fetch (Alexandria/Virginia)
  • Middleman (Dunedin/Florida)
  • Mystic Lake Robots (The Woodlands/Texas)
  • Team AERO (Worcester/Massachusetts)
  • Autonomous rover Team der University of California (Sata Cruz/Kalifornien)
  • Kuukuglur (Estland)

Das erfolgreiche Team Survey besteht aus den Kaliforniern Jascha Little, Russel Howe und Zac Lizer. Alle drei haben auch beruflich mit Robotik zu tun, Survey ist aber ihr privates Projekt. Aus diesem Grund haben sie versucht, ihren Roboter so simpel und kostengünstig wie möglich zu konstruieren: "Für coole Sachen wie Laser-Sensorik hatten wir einfach kein Geld." Statt dessen sind zwei Laptops, zwei 3-D-Kameras sowie eine hochauslösende Digitalkamera für die Sample-Erkennung die Zutaten ihres Erfolgsrezeptes.

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