Infineon und BMW

Höhere Leistung und weniger Spritverbrauch der M-Serie mit gemeinsam entwickeltem Steuergerät

12.02.2008 | Redakteur: Thomas Kuther

Ein neues Hochleistungssteuergerät soll die Fahrzeuge der BMW M-Serie wie diese Rennversion des M3 leistungsfähiger und gleichzeitig sparsamer machen
Ein neues Hochleistungssteuergerät soll die Fahrzeuge der BMW M-Serie wie diese Rennversion des M3 leistungsfähiger und gleichzeitig sparsamer machen

Die Infineon Technologies AG und die BMW Tochtergesellschaft BMW M GmbH werden bei der Entwicklung des neuen Motorsteuergerätes für die nächste M-Serie von BMW eng zusammenarbeiten. Infineons Schwerpunkt liegt dabei auf der Integration seines Mikrocontrollers in das System und der damit verbundenen technischen Unterstützung.

Der Motor der neuen BMW M-Serie soll mit exzellenten Leistungsdaten glänzen, gleichzeitig sollen der Kraftstoffverbrauch zurückgehen und alle weltweit geltenden Abgas-Normen wie EURO5 und US-LEV2 erfüllt werden. Dazu ist eine besondere Motorsteuerung notwendig. Die BMW M GmbH setzt hierfür auf Infineons 32-bit-Flash-Mikrocontroller der Produktfamilie AUDO FUTURE, die auf Infineons eigenentwickelter TriCore-Prozessorarchitektur basiert.

Mikroprozessor, Mikrocontroller und DSP vereint

Die TriCore-Prozessorarchitektur vereint in einem Siliziumkern die Stärken eines Mikroprozessors, eines Mikrocontrollers und eines digitalen Signalprozessors (DSP). Der Mikroprozessor bietet hohe Taktraten und große Rechenleistung zur schnellen Abarbeitung der Befehle. Unterstützt wird er dabei vom Mikrocontroller mit seiner intelligenten Peripherie. Der DSP wiederum ist auf die Abarbeitung mathematischer Funktionen optimiert und trägt ebenfalls zur Schnelligkeit der Befehlausführung bei.

Neben dieser auf Echtzeitfähigkeit optimierten Prozessorarchitektur verfügt die Produktfamilie AUDO FUTURE über intelligente Peripherals wie beispielsweise das MultiLink-Interface (MLI). Diese Schnittstelle ist speziell auf die anspruchsvollen Anforderungen modernster Motorsteuerungssysteme zugeschnitten. Über sie lassen sich mehrere Audo-Mikrocontroller miteinander koppeln und Datenströme von bis zu 37,5 MBit/s austauschen. Sie ist wesentliche Voraussetzung für die auf mehrere Mikrocontroller verteilte Intelligenz leistungsfähiger Antriebssysteme. Deswegen eignet sie sich zur Steuerung komplexer Motormanagement-Anwendungen mit einer Multiprozessor-Systemarchitektur, wie sie im neuen BMW M-Modell vorgesehen ist.

Benchmarks ergeben höchste Wertung

„Der 32-bit Flash-Mikrocontroller aus Infineons AUDO-FUTURE-Familie erfüllt unsere hohen Anforderungen an Performance und Funktionalität und bildet eine ideale Plattform für unsere nächste Steuergerätegeneration“, sagte Herbert Bayerl, Leiter der Steuergeräteentwicklung bei der BMW M GmbH. „Wir sind stolz auf unsere Kooperation mit der BMW M GmbH. Unsere TriCore Mikrocontroller haben eine Echtzeitfähigkeit, die derzeit kein anderer Mikrocontroller aufweisen kann“, ergänzt Jochen Hanebeck, Leiter des Geschäftsgebiets Mikrocontroller im Bereich Automotive, Industrial and Multimarket bei Infineon Technologies. „Dies liegt an den erhöhten CPU-Taktraten der AUDO-Produkte und an ihrer Architektur, die schnelle Bussysteme und intelligente Peripherie-Einheiten beinhaltet.“ Hanebeck verwies zudem auf eine Benchmark-Studie des unabhängigen Embedded Microprocessor Benchmark Consortium (EEMBC), bei der ein Infineon TriCore die höchste Wertung erzielt hatte, die je für einen Baustein in diesem Frequenzbereich vergeben worden ist. Die EEMBC prüft Mikrocontroller der verschiedenen Anbieter mindestens einmal im Jahr auf Herz und Nieren.

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