Supercomputer Höchstleistungsrechner SuperMUC steigert seine Kapazität auf 6,4 Petaflops

Redakteur: Franz Graser

Der Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Professor Karl-Heinz Hoffmann, und der Vorsitzende des Direkoriums des Leibniz-Rechenzentrums, Professor Arndt Bode, haben mit IBM den Vertrag über die Erweiterung des Münchner Supercomputers unterschrieben.

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Der Höchstleistungsrechner SuperMUC zeichnet sich neben seiner Performance durch eine gewitzte Kühlung mit Warmwasser aus. Dadurch verbraucht das Rechenzentrum 40 Prozent weniger Strom als ein vergleichbares luftgekühltes System.
Der Höchstleistungsrechner SuperMUC zeichnet sich neben seiner Performance durch eine gewitzte Kühlung mit Warmwasser aus. Dadurch verbraucht das Rechenzentrum 40 Prozent weniger Strom als ein vergleichbares luftgekühltes System.
(Bild: Leibniz-Rechenzentrum/IBM)

Auf Seiten von IBM unterzeichneten Martina Koederitz, die Vorsitzende der Geschäftsführung von IBM Deutschland, und Andreas Pflieger, IBM-Vertriebsleiter für Wissenschaft und Forschung, die Vereinbarung.

Durch die Erweiterung, die für Ende 2014/Anfang 2015 geplant ist, wird sich die Rechenleistung des Supercomputers mehr als verdoppeln und in der Spitze 6,4 Petaflops betragen. Das sind 6,4 Billiarden Gleitkommaoperationen pro Sekunde. Derzeit liegt die Höchstleistung des SuperMUC bei 3 Petaflops.

SuperMUC wurde am 20. Juli 2012 als schnellster Rechner Europas in Betrieb genommen und zeichnet sich dadurch aus, dass er universell und äußerst energieeffizient einsetzbar ist. Seine Kühlung mit Warmwasser trägt dazu bei, dass das Rechenzentrum 40 Prozent weniger Strom verbraucht als ein vergleichbares luftgekühltes System.

Zu den vorhandenen 155.656 Prozessorkernen werden weitere 74.304 Prozessorkerne der dann neuesten verfügbaren Intel Xeon-Technik hinzukommen. Der Hauptspeicher wird von 340 um 198 auf 538 Terabyte erweitert und zu den bisherigen 12 Petabyte Hintergrundspeicher kommen weitere 9 Petabyte hinzu.

Die Anwendungen, die auf dem Höchstleistungscomputer gerechnet werden, reichen von Simulationen der Entwicklung des Universums über die Modellierung des heißen Erdinnern, der Ausbreitung von Erdbebenwellen und die Berechnung von Strömungseigenschaften diverser technischer und natürlicher Systeme bis hin zur Untersuchung biologischer und immer häufiger auch medizinischer Fragestellungen.

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