Display Hochwertiges MMI im Zeitalter von Tablets und Smartphones

Autor / Redakteur: Manuel Krause * / Margit Kuther

Auch in der Industrie erwarten Nutzer Farbdisplays und Touch-Bedienung à la Tablet, obwohl Applikationen dies nicht erfordern. Lesen Sie, welche Schritte zu einem robusten Produkt mit schönem Design führen.

Firma zum Thema

Kontrast vs. Reflekionen: Der obere Displayteil ist nicht gebondet. Spiegelungen mindern die Ablesbarkeit.
Kontrast vs. Reflekionen: Der obere Displayteil ist nicht gebondet. Spiegelungen mindern die Ablesbarkeit.
(Bild: Glyn)

Eigentlich würde ein monochromes 3,5“-Display vollkommen ausreichen. Außer einigen Statusmeldungen muss das Display nicht viel mehr anzeigen. Diese Aussagen sind nur allzu gut bekannt. Trotzdem erwarten viele Anwender eine grafische Oberfläche ähnlich einem Smartphone oder Tablet. Schließlich investiert man bis zu mehrere Tausend Euro für die Anwendung. Da darf ein „einfaches“ Konsumergerät ihm nicht die Show stehlen.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 6 Bildern

Dies ist ein Szenario, dem Entwicklung und Marketing häufig gegenüberstehen. Auf der anderen Seite gibt es viele Anwendungen, die von einem hochwertigen MMI profitieren, ja geradezu davon abhängig sind. Immerhin verleiht das Touch-Display der Applikation ein Gesicht. Es präsentiert dem Anwender all die ausgeklügelten und hochmodernen Funktionen, in die so viele Mannjahre gesteckt wurden.

Ein Distributor spürt den Puls der Zeit

Man erhält ein klares Bild von den Herausforderungen und Wünschen der Entwickler. In den vergangenen Jahren hat sich der Trend klar abgezeichnet. Projektive-kapazitive Touch Sensoren (PCT) mit Zwei-Finger-Erkennung sind Standard. Nach ersten Anlaufschwierigkeiten setzen nun viele Kunden auf Touch-Sensoren, bei denen man unabhängig von Hersteller und Spezialsoftware die Parameter im Touch-Controller einstellen kann (z.B. Empfindlichkeit).

Darunter liegend kommen gerne blickwinkelunabhängige Displays mit Technologien wie IPS oder MVA zum Einsatz. Diese Produkte sind aber nach wie vor kostenintensiver als herkömmliche TN-Panels. Die Mehrheit der Kunden setzt daher auf qualitativ hochwertige Modelle mit TN-Technologie (ggf. mit zusätzlichen Folien, die den Blickwinkel erweitern).

Zu guter Letzt möchten viele Firmen die Displayeinheit flächenbündig und dicht in ein Gehäuse einlassen – am besten in Kombination mit einer Glasdekorscheibe. Was das Design betrifft, so lässt man sich von den zuvor genannten Konsumergeräten inspirieren. Die Gründe für eine Dekorscheibe sind vielfältig:

  • Einfache Reinigung (Hygiene)
  • Designelement
  • Schutz vor Vandalismus
  • Soft-Buttons (Bedienkonzept)
  • Erreichen von IP-Klassen

Wie ein Touch-Sensor mit Dekorscheibe aufgebaut sein kann

Es gibt unterschiedliche Lösungen, wie ein Touch-Sensor in Verbindung mit einer Dekorscheibe aufgebaut sein kann. Nachfolgend nehmen wir als Beispiel Touch-Sensoren, die aus Glas bestehen. Diese Produkte sind von Haus aus sehr stabil und reagieren nur minimal auf UV-Licht. Zudem haben sie die benötigte Logik (Touch-Controller) integriert, so dass eine zusätzliche Platine entfällt.

(ID:42835979)