Suchen

Hochfrequenzsensoren für Fahrassistenzsysteme prüfen und kalibrieren

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Fahrerassistenzsysteme in einem Auto gehören zu den sicherheitskritischen Funktionen. Engmatec hat ein Verfahren entwickelt, wie sich selbst große Stückzahlen präzise kalibrieren lassen.

Firmen zum Thema

Radarsensoren gehören zu den sicherheitskritischen Funktionen in einem Fahrzeug. Wir zeigen ein Beispiel, wie sich große Stückzahlen kalibrieren lassen.
Radarsensoren gehören zu den sicherheitskritischen Funktionen in einem Fahrzeug. Wir zeigen ein Beispiel, wie sich große Stückzahlen kalibrieren lassen.
(Bild: Engmatec)

Radarsensoren werden von den Automobilherstellern in Fahrerassistenzsystemen eingesetzt. Bei dieser sicherheitskritischen Hochfrequenzsensorik ist eine zuverlässige Funktion nur mit einem fundierten Qualitätsmanagement zu gewährleisten.

Hier sind Spezialisten wie Engmatec gefragt, die bei Montage- und Prüflinien auf eine jahrzehntelange Erfahrung zurückblicken können. Das Unternehmen bietet ein interessantes Konzept an, um solche Komponenten selbst in großen Stückzahlen sicher zu kalibrieren und einer zuverlässigen Endkontrolle zuzuführen.

Bildergalerie

Dazu haben die Entwickler eine Inline-Anlage entwickelt, die aus Roboterarm und Prüfzelle besteht. Sie lässt sich in Produktionslinien integrieren und testet versiegelte Radarsensoren mit Arbeitsfrequenzen zwischen 24 und 70 GHz bei Reichweiten von zwei bis 200 m. Das Be- und Entladen des Prüfsystems wird von einem kollaborierenden Roboter übernommen, der ohne Schutzumhausung arbeitet.

Ablauf des Sensor-Tests

Radartechnik beruht auf dem Aussenden von Funkimpulsen und dem anschließenden Auffangen der reflektierten Strahlung. Um bei der Prüfung von Radarsensoren Störungen auszuschließen, muss der Testbereich besonders abgeschirmt werden. Das gilt sowohl für externe Einflüsse, wie Handyfunk von Mitarbeitern oder Störimpulse von Frequenzumrichtern, als auch für die interne Strahlung aus dem Prüfbetrieb selbst.

Mit einem Roboter werden die Sensoren in eine strahlungsdichte Kammer eingebracht. Dafür greift der Roboter per Sauggreifer den Prüfling auf der Eingabeseite auf. Ist kein Sensor da, prüft er weitere Zuläufe. Der Sensor wird in das sogenannte Nest der Zuführ-Schublade abgelegt und diese wird entriegelt. Der Roboter schließt dann die Schublade und bringt so den Prüfling in den mit Absorbermaterial ausgekleideten Testraum ein. Dieser eignet sich für Baugruppen zwischen 90 mm x 63 mm x 20 mm und 120 mm x 85 mm x 28 mm. Nach einem Testlauf von ungefähr drei Sekunden öffnet der Roboterarm die Schublade, entnimmt den Prüfling und legt ihn auf der Ausgabeseite ab. Dann startet der Vorgang erneut.

Das Verfahren ist flexibel aufgebaut und lässt sich leicht an unterschiedliche Fertigungslinien und Produkte anpassen.

(ID:44992675)