Anlagenoptimierung Highspeed-Kameras machen Anlagenstörungen sichtbar

Autor / Redakteur: Kamillo Weiß * / Gerd Kucera

Warum produziert die Maschine unregelmäßig Ausschuss? Was verursacht immer wieder den unerklärlichen Maschinenstillstand? Highspeed-Bildverarbeitung macht schnelle Vorgänge transparent.

Firmen zum Thema

Bild 1: Die klein dimensionierten Kameras mit 3 bzw. 4 Megapixel Bildauflösung der portablen Langzeitaufnahme-Systeme MotionBLITZ LTR3.0 und LTR4.0 (LTR-Systeme; long time recording) können auch unter beengten Verhältnissen unmittelbar vor Ort installiert und die Daten in Echtzeit aufzeichnen.
Bild 1: Die klein dimensionierten Kameras mit 3 bzw. 4 Megapixel Bildauflösung der portablen Langzeitaufnahme-Systeme MotionBLITZ LTR3.0 und LTR4.0 (LTR-Systeme; long time recording) können auch unter beengten Verhältnissen unmittelbar vor Ort installiert und die Daten in Echtzeit aufzeichnen.
(Bild: © Gravitypoint - Fotolia)

Immer schneller, immer verlässlicher, immer effizienter: die Anforderungen an eine moderne Produktion steigen kontinuierlich. Maschinen müssen ununterbrochen laufen und dabei stets konstant hohe Qualität liefern. Das sind die Erwartungen der Kunden, aber auch die Versprechen der Anlagenbauer.

In der Praxis können Betreiber jedoch nur selten ihre Anlagen mit vollem Potenzial laufen lassen. Die Ursachen hierfür sind vielfältig: Werkzeuge beispielsweise verschleißen, in der Ablaufsteuerung gibt es minimale Zeitschwankungen, Produktwechsel erfordern neue präzise Einstellungen.

Bildergalerie

In manchen Fällen lassen sich die Ausfallursachen einfach nicht erklären. Daher müssen dann Anlagen langsamer als geplant gefahren werden, da bei Sollgeschwindigkeit ein zu hoher ungeklärter Ausschuss auftritt.

Oder die Maschinen liefern zufriedenstellende Qualität, aber unbekannte Ursachen führen bei regulärer Produktionsgeschwindigkeit zu unregelmäßig auftretendem Anlagenstillstand.

Wenn die Systeme nicht optimal laufen, bleibt die Anlagenrendite hinter den Erwartungen zurück. Deshalb ist es wichtig, zeitnah und zuverlässig die sporadisch auftretenden Fehlerquellen zu ermitteln.

Fehlerhafte Abläufe sicher visualisieren

Hier kommen die Hochgeschwindigkeitskameras von beispielsweise Mikrotron ins Spiel. Sie machen Abläufe in Produktionsanlagen sichtbar. Abfüllanlagen in der Getränkeherstellung, Pressen in der Blechverarbeitung, Verpackungsmaschinen in der Lebensmittelproduktion, Etikettiersysteme in der Pharmazie, Roboter in der Automobilindustrie. Die Hochgeschwindigkeitskameras lassen sich in nahezu allen Industrien erfolgreich einsetzen. Mit einer Bildfrequenz bis zu 93.000 Bildern pro Sekunde dokumentieren sie alle Produktionsabläufe – erst recht die fehlerhaften. Die aufgenommenen Videos werden um den Faktor 20 bis 50 langsamer wiedergegeben. So können die Abläufe Bild für Bild visuell oder mithilfe von Software analysiert werden. Fehlerquellen lassen sich so schnell und zuverlässig aufdecken.

Aufgaben von Bildverarbeitung und Highspeed-Analyse

Bildverarbeitungs- und Hochgeschwindigkeitskameras sind oft in derselben Anlage zu finden. Sie haben aber völlig unterschiedliche Aufgaben. Die Bildverarbeitung ist für die Qualitätssicherung verantwortlich. Sie sorgt dafür, dass keine fehlerhaften Teile ausgeliefert werden, die zu Schadenersatzansprüchen führen können. Die Bildverarbeitung stellt damit eine Absicherung dar.

Hochgeschwindigkeitskameras dienen Anlagenbetreibern dazu, Abläufe zu dokumentieren, sie detailliert zu analysieren und so das Potenzial jeder Anlage durch Optimierung auszuschöpfen. Die Wertschöpfung pro Anlage kann auf das ursprünglich geplante Niveau gebracht werden. In vielen Fällen ermöglicht die detaillierte Analyse, das Niveau darüber hinaus zu steigern, mit letztendlich deutlichen wirtschaftlichen Vorteilen.

(ID:43205444)