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HF-Signalgeneratoren bis 6 GHz

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Mit dem analogen Signalgenerator SSG5000X und dem Vektor-Signalgenerator SSG5000X-V bietet Siglent jetzt eine Generator-Familie mit einer maximalen Ausgangsfrequenz bis 6 GHz.

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Die HF-Signalgeneratoren der Familien SSG5000X und SSG5000X-V mit einer maximalen Ausgangsfrequenz von 6 GHz.
Die HF-Signalgeneratoren der Familien SSG5000X und SSG5000X-V mit einer maximalen Ausgangsfrequenz von 6 GHz.
(Bild: Siglent)

Neben dem Oszilloskop sind Signalgeneratoren die Arbeitstiere eines Entwicklers im Labor. Jetzt hat der Messtechnik-Hersteller Siglent gleich zwei neue Serie an Signalgeneratoren vorgestellt. Mit dem SSG5000X kommt ein klassischer analoger HF-Generator auf den Markt. Die Geräteserie ist in der Lage, Analog- und Vektorsignale bis zu einer maximalen Frequenz von entweder 4 GHz oder 6 GHz zu erzeugen. Somit adressieren die Generatoren den gesamten Sub-6-GHz-Bereich.

Hierzu zählen das neu definierte NR-5G-Band (FR1), das sich zwischen 3,4 und 3,7 GHz befindet. Ein Blick auf die Bannerspezifikationen gibt bereits einen Hinweis auf die Leistungsfähigkeit des Generators. Die Spezifikation des Phasenrauschens ist -120 dBc (@1 GHz bei einem Offset von 20 kHz), der geregelte maximale Ausgangspegel reicht bis zu 20 dBm (einstellbar bis 26 dBm), der minimale Ausgangspegel ist -130 dBm (einstellbar bis -140 dBm). Mit dem optionalen OCXO-Modul ist es möglich, die Temperaturstabilität zu verbessern. Das spielt vor allem bei präzisen Tests und in der Fertigung eine wichtige Rolle. Bei OCXO-Modulen handelt es sich um beheizbare Quarzoszillatoren (Oven Controlled Crystal Oscillator (OCXO)).

Video: Die Generator-Familie SSG5000X

Komplex-modulierte Signale

Die Basisausführung des SSG5000X ist mit einem 5''-Touch-Display ausgestattet. Außerdem können Anwender den Signalgenerator per Webinterface aus der Ferne steuern. Der analoge HF-Generator bietet standardmäßig alle analogen Modulationsarten einschließlich Pulsmodulation. Verschiedene Arten von Frequenz- oder Amplitudensweeps lassen sich einstellen und kombinieren. Die BNC-Buchsen Signal Valid und Trigger In/Out auf der Rückseite erlauben es, das Gerät in automatisierte Testsysteme einzubinden. Alle Geräte unterstützen den Anschluss und Kontrolle eines externen USB-Leistungsmessers. Hiermit kann der Verlust des Signalpfads zwischen dem HF-Ausgang des Generators und dem DUT kompensiert werden.

Für anspruchsvolle Anwendungen wie Empfängertests, bei denen komplexe modulierte Signale benötigt werden, eignet sich die Vektorsignalquelle SSG5000X-V. Das V steht für Vektor-Signalgenerator. Es gibt mehrere Möglichkeiten, IQ-modulierte Signale zu definieren und erzeugen. Über den benutzerdefinierten Modus lassen sich Standardmodulationsschemata wie ASK, FSK, PSK und QAM mit einer Symbolrate von bis zu 120 Msps einrichten. Diese Art von Signal wird häufig für In-Band-Blockierung (modulierter Störer) verwendet.

Benötigt der Anwender Mehrträger-Signale (OFDM-modulierte Signale), wie sie in digitalem Rundfunk-, drahtlosen oder zellularen Telekommunikationssystemen verwendet werden, unterstützt der leistungsstarke ARB-Modus. Der SSG5000X-V hat eine Auswahl gängiger Standardsignale wie NR-5G, LTE, WLAN, WCDMA, GSM und Bluetooth implementiert. Außerdem lassen sich kundenspezifische ARB-Dateien erstellen, hochgeladen und wiedergeben. Additives Weißes Gaußsches Rauschen (AWGN) kann im Gerät erzeugt und direkt dem gewünschten Signal hinzugefügt werden.

Sender und Empfänger entwickeln

Über die auf der Rückseite angebrachten BNC-Anschlüsse können differentielle I- und Q-Basisbandsignale ausgegeben werden. Zusätzlich hat der Hersteller I- und Q-Basisbandeingänge hinzugefügt, um auch externe IQ-Modulation zu unterstützen. Daher ist es möglich, den Generator in allen Phasen der Entwicklung von Sendern oder Empfängern zu verwenden. Der Mehrtonmodus erlaubt es, Zwei- oder Mehrtonsignale zu erzeugen. Im zugehörigen Menü müssen nur die Anzahl der Töne und der Abstand zwischen den Tönen gewählt werden. Mehrtonsignale werden häufig für Audiomessungen, nichtlineare Verzerrungstests von Verstärkern und Empfängern sowie für Boden- und Satellitenkommunikationstests verwendet.

Die Geräte mit 4 GHz (SSG5040X(-V)) lassen sich per Softwarelizenz auf 6 GHz aufrüsten. Zusammen mit dem arbiträren Funktionsgenerator SDG6000X und dessen IQ-Option, dem HF-Generator SSG3000X(-IQE) der Einstiegsklasse und mit dem SSG5000X(-V) ist Siglent in der Lage, drei passende Geräte für das HF-Design-Puzzle anzubieten.

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