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Hella kooperiert mit chinesischem Hersteller für Radome

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Zusammen mit einem chinesischen Partner wird Hella künftig Radome und illuminierte Logos fertigen. Die Produktionsstätte startet mit rund 80 Mitarbeitern im chinesischen Jiaxing.

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Radome schützen das Radar-System. Jetzt ist Hella eine Kooperation mit einem chinesischen Hersteller von Radomen eingegangen.
Radome schützen das Radar-System. Jetzt ist Hella eine Kooperation mit einem chinesischen Hersteller von Radomen eingegangen.
(Bild: Hella)

Im Rahmen einer Kooperation haben Hella und die chinesische Minth ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet. Das Joint Venture mit dem Namen „HELLA MINTH Jiaxing Automotive Parts Co. Ltd.“ entwickelt, produziert und vermarktet Radome und illuminierte Logos.

Bei einem Radom handelt es sich um durchlässige Abdeckungen für Radarsysteme, die je nach Kundenanforderungen in speziellen Ausführungen hergestellt werden können.

Beide Unternehmen arbeiten bereits in diesem Umfeld. Das Gemeinschaftsunternehmen mit einer Produktionsanlage in Jiaxing wird von beiden Partnern zu gleichen Anteilen getragen. Es soll international ausgerichtet sein, in einem ersten Schritt jedoch den chinesischen Automobilmarkt bedienen. Vorbehaltlich der Freigabe der zuständigen Kartellbehörden soll das Joint Venture im Herbst 2020 seinen Betrieb aufnehmen.

Ausbau der Produktion am chinesischen Standort

„Mit der zunehmenden Marktdurchdringung von radarbasierten Fahrerassistenzsystemen wird auch die Nachfrage nach Radomen weiter steigen“, erklärt Dr. Frank Huber, verantwortlicher Geschäftsführer für den Bereich Licht bei Hella. „Radome bieten vielfältige Differenzierungsmöglichkeiten für Fahrzeughersteller, da sie ebenso wie Logos durch verschiedene Ausführungen in Szene gesetzt werden können. Mit der Zusammenarbeit wollen wir das Geschäft international weiter ausbauen.“

Der chinesische Partner wird seine bestehenden Produktionskapazitäten (einschließlich bereits laufender Serienproduktionen) in das neue Gemeinschaftsunternehmen einbringen. Das Joint Venture wird seinen Sitz im chinesischen Jiaxing an einer bereits bestehenden Produktionsstätte von Minth haben und zunächst rund 80 Mitarbeiter beschäftigen. Geplant ist, die Fertigungskapazitäten vor Ort innerhalb des nächsten Jahres zügig auszubauen, um so dem erwarteten Wachstum des Radom-Marktes und den steigenden Ansprüchen der weltweit agierenden Kunden Rechnung zu tragen.

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