Hella bündelt seine globalen Software-Aktivitäten

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Automobilzulieferer haben erkannt, dass Embedded-Software im Fahrzeug zunehmend ein eigenständiges Geschäftsmodell ist. Hella bündelt jetzt seine globalen Software-Aktivitäten und digitalen Geschäftsmodelle im Global Software House.

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Der Anteil von Software und Elektronik in einem Fahrzeug steigt auch in Zukunft weiter an. Hinzukommen vielfältige Einsatzmöglichkeiten, beispielsweise in der Produktion und Verwaltung.
Der Anteil von Software und Elektronik in einem Fahrzeug steigt auch in Zukunft weiter an. Hinzukommen vielfältige Einsatzmöglichkeiten, beispielsweise in der Produktion und Verwaltung.
(Bild: Hella)

Hella bündelt seine globalen Software-Aktivitäten sowie neue, digitale Geschäftsmodelle im neu gegründeten Global Software House. Verankert ist dieses beim Berliner Tochterunternehmen und Softwarespezialisten Hella Aglaia. Weltweit sind rund 2000 Softwareexperten beschäftigt, die sich vor allem mit Embedded Software beschäftigen. Die Software-Entwicklungen kommen dann beispielsweise in der Funktionsentwicklung für Radarsensorik, Batterie- und Lenkungselektroniken sowie der Lichtsteuerung zum Einsatz.

Mit der Gründung des Global Software House will der Automobilzulieferer vor allem die Komplexität bei der Softwareentwicklung senken. Vor allem mit Blick auf das autonome Fahren und vernetzten Fahrzeugen spielt das Thema Software im Automobil eine entscheidende Rolle. Über die neue Organisationseinheit will Hella die unternehmensweiten Entwicklungstätigkeiten bei der Softwareentwicklung harmonisieren sowie einheitliche, bereichsübergreifende Prozessstandards und Methoden definieren.

Software als eigenständiges Geschäftsmodell

Auch die zugehörigen Supportfunktionen wie Einkauf, Qualität und Recht werden im Global Software House gebündelt. Die Mitarbeiter des Global Software House sowie der regionalen Software House-Satelliten, beispielsweise am Unternehmenssitz in Lippstadt sowie in Rumänien und Indien, werden sich zunächst primär aus Teilen der Stammbelegschaft rekrutieren. Im zweiten Schritt soll unter anderem die Erschließung neuer softwarebasierter Geschäftsmodelle forciert werden, indem Software als eigenständiges Produkt beispielsweise auf Pay-per-Use-Basis angeboten wird.

Denkbar sind in diesem Kontext unter anderem Anwendungsfälle in den Bereichen Lichtsteuerung, Softwarelösungen für automatisiertes Fahren sowie Cloud Services.

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