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LiFi Heinrich-Hertz-Institut stellt schnelle drahtlose Kommunikation mit Licht vor

| Redakteur: Franz Graser

Das Berliner Heinrich-Hertz-Institut (HHI) bietet mit seiner optischen drahtlosen Kommunikation – auch LiFi genannt – eine Lösung für datensichere Kommunikation und robuste Verbindungen mit geringer Latenz.

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Datenübertragung mit Licht soll helfen, eine schnelle und störungsfreie Datenkommunikation im Industrieumfeld sicherzustellen.
Datenübertragung mit Licht soll helfen, eine schnelle und störungsfreie Datenkommunikation im Industrieumfeld sicherzustellen.
(Bild: Fraunhofer HHI)

Um die in Projekten wie Industrie 4.0 angestrebte Flexibilität in der Fertigung der Zukunft zu erreichen, muss zunächst die leitungsgebundene Industriekommunikation gegen drahtlose Technik ersetzt werden.

Momentan wird zumeist das WLAN für diese Anwendungen genutzt. Dabei besteht jedoch die Möglichkeit, dass die Übertragung durch Wände gestört werden kann. Dies wäre ein erhöhtes Risiko für den Teil- oder auch Komplettausfall der Produktion. Daneben ist das Funkspektrum heute schon durch datenintensive Anwendungen stark belegt.

Die vom Fraunhofer HHI entwickelte optische Drahtlosübertragung (Optical Wireless Communication, OWC), auch LiFi genannt, ist eine flexible Zugangstechnik für den Einsatz im industriellen Umfeld. Diese innovative Technologie schafft zusätzliche Bandbreite im bisher ungenutzten optischen Frequenzspektrum, wo viele attraktive Anwendungsszenarien realisierbar sind.

„Licht als Kommunikationsmedium ist auf Grund der geringen Interferenzen mit den bestehenden Technologien eine faszinierende Lösung“, sagt Dominic Schulz, Projektleiter am Fraunhofer HHI. „Wir sind überzeugt, dass wir mit LiFi zahlreiche drahtlose Kommunikationsanforderungen in der Industrie effizient bedienen können.“

LiFi wird derzeit als mobile Zugangstechnik vom Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) standardisiert, so dass es schon bald im industriellen Umfeld einsetzbar sein wird. In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Initiative „Zuverlässige drahtlose Kommunikation in der Industrie“ (ZDKI) geförderten Projekts „Optical Wireless Networks for Flexible Car Manufacturing Cells“ (OWICELLS) untersucht und erprobt das Fraunhofer HHI mit den Firmen BMW, evopro und Osram Konzepte, die den Einsatz der optischen Drahtlostechnologie in der Industrie ermöglichen sollen. Das Ziel ist, durch den Einsatz von sogenannten Multiple-Input-Multiple-Output-Konzepten (MIMO) eine hohe Robustheit auch bei unterbrochener Sichtverbindung zu ermöglichen.

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