Zwei Oszilloskop-Serien HDO1000 und HDO4000 mit selbstentwickeltem ASIC-Chipsatz

Anbieter zum Thema

Messtechnik-Hersteller Rigol bringt gleich zwei neue Oszilloskop-Serien auf den Markt: HDO1000 und HDO4000 sind jeweils mit einem selbstentwickelten ASIC-Chipsatz ausgestattet. Beide Serien bieten 12 Bit und einen neue Analysefunktion.

Die beiden Serien HDO1000 und HDO4000 des Messtechnik-Herstellers Rigol sind High-Definition-Oszilloskope mit einer vertikalen Auflösung von 12 Bit.
Die beiden Serien HDO1000 und HDO4000 des Messtechnik-Herstellers Rigol sind High-Definition-Oszilloskope mit einer vertikalen Auflösung von 12 Bit.
(Bild: Rigol)

Nachdem Rigol im Herbst 2021 mit dem DS70000 sein StationMAX-Programm eröffnet hat, schiebt der Messtechnik-Hersteller jetzt zwei weitere Geräte-Serie auf den Markt. Die Serien HDO1000 und HDO4000 sind mit dem selbstentwickelten Centaurus-ASIC-Chipset ausgestattet.

Die Serie HDO1000 bietet dem Anwender eine Abtastrate von 2 GS/s und ist mit zwei oder vier analogen Eingängen ausgestattet. An Bandbreite bietet die Serie 70, 100 und 200 MHz. Die maximale Speichertiefe beträgt 100 Mpkte.

Mehr Bandbreite bietet die Serie HDO4000: 200, 400 und 800 MHz bei einer Abtastrate von bis zu 4 GSa/s. Verbaut sind vier analoge Kanäle und die Oszilloskope bieten eine Speichertiefe von bis zu 500 Mptke an. Die minimale vertikale Einstellung lässt sich bei der Serie HDO4000 auf 100 µV/DIV und bei der Serie HDO1000 auf 500 µV/DIV einstellen. Bei den Oszilloskopen der Serie HDO4000 sind zwei unterschiedliche Impedanzen mit 1 MOhm und 50 Ohm einstellbar.

Vertikale Auflösung von 12 Bit

Dank der beiden selbstentwickelten ASICs erreicht Rigol ein sehr niedriges Rauschverhalten von ungefähr 18 µVrms bei HDO4000 und 50 µVrms bei HDO1000. Wie bei seinen anderen Oszilloskop-Klassen bietet Rigol ein Schwerpunkt auf die Kombination von hoher Abtastrate, tiefen Speicher und hoher Messgeschwindigkeit.

Mit einer echten vertikalen Auflösung von 12 Bit können Anwender selbst kleinste Amplitudenabweichungen messen. Hier kann zusätzlich bei beiden Geräten ein High-Resolution-Mode bis 16 Bit aktiviert werden. Das heißt, hier werden sehr hohe Auflösungen sowohl im horizontalen als auch im vertikalen Bereich mit einem sehr tiefen Speicher kombiniert und somit die Analysevielfalt erweitert.

Schnelle Triggerrate von 1.500 Mio. fms/s

Zu den typischen Anwendungen der Oszilloskope gehören Analysen wie Schaltleistungsmessungen im Leistungsbereich, automatisierte Tests in Fabriken, Protokollanalysen für serielle Busse in der Fahrzeugelektronik, Messen elektronischer Schaltungen, Anwendungen in der Entwicklung und vieles mehr.

Interessant ist die in beiden Serien integrierte Funktion „Ultra Acquire“. Dabei handelt es sich um eine neue Analyseform, mit der eine sehr schnelle Triggerrate von 1.500 Mio. fms/s erreicht wird. Damit sollen sich schnelle oder sporadische und kurze Ereignisse einfach messen lassen.

Akku-Betrieb und vielfältige Funktionen

Alle Geräte verfügen über einen kapazitiven Touchscrenn mit einer Diagonalen von 10,1'' bei einer Auflösung von 1024 x 800 mit 256 Intensitätsstufen und Farbtönen für eine präzise und klare Signaldarstellung. Für eine maximale Flexibilität ist es bei der Serie HDO4000 möglich, eine Standard-Batterie der Größe 18650 zu integrieren. Damit sind Messungen ohne Netzanschluss möglich.

Verschiedene Trigger-, Mathematik- und Darstellmöglichkeiten sowiie eine erweiterte FFT von 1 Mio. Punkten, Masken-Test und Power-Analyse sowie eine integrierte Signalsuchfunktion sind ebenso wie alle üblichen seriellen Bus-Protokoll-Analyse- und Trigger Funktionen erhältlich. Das integrierte Voltmeter und ein Frequenzzähler runden den kompletten Messumfang ab. Verschiedene Schnittstellen wie USB3.0-Host, USB3.0-Device, HDMI, LAN (10/100/1000 Base-T) und AUX OUT sind enthalten.

Ein umfangreiches Zubehörprogramm von aktiven und passiven Tastköpfen, Hochspannungstastköpfen (differentiell/Single-ended), unterschiedliche Stromzangen bis 500 A, 19''-Einbaurahmen, Softwaretreiber für bekannte Pakete und Hochsprachen sowie ein schnelles Web-Remote-Control via LAN steht ebenfalls zur Verfügung.

Die Hardware ist zur einfachen Bedienung mit photoelektrischen Encoder ausgestattet. Damit haben die Schalter nur einen geringen Abrieb. Als Besonderheit bietet Rigol Erweiterungen: höhere Bandbreiten oder die Speichererweiterung per Software-Upgrade. Serielle Triggerung und Decoding mit SPI, I²C, RS232/UART, CAN und LIN sind standardmäßig im Gerät enthalten.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:48590172)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung