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Hat die Formel E das Potenzial für den Rennsport-Olymp?

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Gemeinsam mit Abt wird bei Würth gegenwärtig an der Entwicklung einer Stützbatterie für die Spannungsversorgung im Cockpit geforscht. Das Ziel: Mit einem angepeilten Gewicht von unter 2,2 Kilogramm soll die Gewichtsersparnis im Vergleich zum Vorgängermodell rund 50 Prozent betragen.

Das Thema Gewichtsersparnis ist neben der reinen Leistung sowie der Batteriekapazität einer der drei Eckpfeiler, um in Zukunft eine noch spannendere Rennserie im Motorsport etablieren zu können. Gegenwärtig beziffert sich die maximale Leistung auf 272 PS im Qualifikationsmodus und noch recht bescheidene 231 PS im Rennbetrieb. Ab der nächsten Saison wird mit einer Leistung von rund 340 PS gerechnet.

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Einen kurzzeitigen Extraschub können sich die Fahrer dennoch bereits in der aktuellen Saison über eine Online-Abstimmung sichern. In dieser können Fans für ihren jeweiligen Lieblingsfahrer stimmen und diesem einen Powerboost zukommen lassen. Die drei Fahrer mit den meisten Stimmen erhalten die kurzzeitige (sechs Sekunden) Überhol- und Verteidigungshilfe in ihrem zweiten Fahrzeug in einem Leistungsfenster zwischen 180 und 200 kW.

Ab 2018 soll dann erstmals auch die Batteriekapazität deutlich angehoben werden. Genauer gesagt soll diese von gegenwärtig 28 kWh auf 56 kWh ansteigen. Zu diesem Zeitpunkt soll es möglich sein, die komplette Renndistanz auf einem Fahrzeug zu absolvieren. Aktuell müssen die Piloten während des Rennens einen Fahrzeugtausch vornehmen um die Ziellinie erreichen.

Zusätzliche Energie soll durch eine verbesserte Rekuperation (Energierückgewinnung beim Bremsvorgang) erreicht werden. 2014 war man mit einer maximalen Rekuperationsleistung von 100 kW gestartet, in der aktuellen vierten Saison konnte man diesen Wert immerhin schon verdoppeln. Nochmalig 50 kW mehr sollen ab der 2018er-Serie folgen, womit man dann bei 250 kW angekommen wäre.

Die Formel E bereitet sich also langsam aber sich auf ihren nächsten Aufstieg vor. Bis zum Branchenprimus der Formel 1 sind es allerdings noch einige Hürden, die es zu meistern gilt. Doch die Zukunft gehört definitiv den Elektroflitzern, auch wenn das Gesamtbudget gegenwärtig nur etwas mehr als drei Prozent des Budgets der Formel 1 beträgt.

Und das Thema Sound und Emotionen? Es spielt bei der Formel E eine eher untergeordnete Rolle. Doch seien wir ehrlich: Auch bei der Formel 1 stellt es einem schon länger nicht mehr die Haare auf. Wer das weiterhin nicht missen will, muss sich auf die GT3- und GT4-Klassen fokussieren. Für alle Motorsportfans und Technikbegeisterten gilt aber gleichermaßen: Ein Besuch bei der Formel E lohnt sich – alleine schon um mitreden zu können.

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